Archiv der Kategorie: Aktuelles

Hier die Kategoriebeschreibung

Wünschebaum der Kölner Philharmonie für Paria Kids

Auch in diesem Jahr gab es einen „Wünschebaum“ in der Kölner Philharmonie für die Kinder bei der Paria Stiftung.

40 liebevoll ausgesuchte Geschenke

Was letztes Jahr Prämiere feierte, wurde jetzt von den Mitarbeitenden der Philharmonie in Köln fortgeführt. So konnten von Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort 40 Geschenke an die Paria Stiftung übergeben werden – für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 Monaten und 16 Jahren.

Wunderschöner „Wünschebaum“

An dem „Wünschebaum“ im Foyer der Kölner Philharmonie hingen liebevoll bemalte und beschriebene Sterne mit Wünschen der Kinder – von Stiften, Spielen und Bademantel bis hin zu einem Lauflernwagen. Die Mitarbeitenden suchten sich einen Stern aus.

Unsere Pädagogische Leiterin Gaby Schauenburg wird am Heiligen Abend nun den Paria Kids die tollen Präsente überreichen. Die Kinder stammen oft aus Familien mit Gewalterfahrung oder leben in Familien oder mit jugendlichen Müttern, wo schlichtweg die finanziellen Mittel für Geschenke fehlen.

Wir sagen HERZLICHEN DANK an die tollen Mitarbeitenden der Kölner Philharmonie!

 

Weihnachtswunschaktion mit Flossbach von Storch AG

Wie in jedem Jahr, gab es auch diesen Advent wieder eine Weihnachtswunschaktion mit Flossbach von Storch für unsere Paria Kids.

Ist es sonst schon herausfordernd für viele Familien, mit ihrem geringen Einkommen zurecht zu kommen, so fällt es in der Weihnachtszeit besonders schwer, dass nicht einmal kleine Geschenke für die Kinder unter den Tannenbaum kommen können.

Flossbach von Storch Mitarbeitende suchen liebevoll Geschenke aus

Da ist es eine sehr schöne Geste, dass sich die MitarbeiterInnen der AG so liebevoll darum kümmern, dass Kinderwünsche in Erfüllung gehen. Zum wiederholten Male erfragten sie die Herzenswünsche von über 80 Kindern.

Vom Fußballtrikot, über ferngesteuerte Autos bis hin zur Diskokugel. So individuell wie die Paria Kids und ihre Geschichten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Wünsche. Hierfür wurden genaue Wunschbilder gemalt und Zettel ausgefüllt.

Helen Ponsgard, die uns in diesem Jahr die Geschenke überreichte, berichtete der Paria Stiftung, dass es immer einen richtigen „Run“ auf die Wunschkarten gibt. Dabei suchen sich die MitarbeiterInnen genau die Wünsche aus, die gut zu ihnen selbst passen. So wundert es nicht, dass die Technik-Spielzeug-Wunschkarten aus der IT-Abteilung bedient wurden.

Und manch ein Kind konnte nicht warten bis zum Weihnachtsabend – zu sehnlich wurde das Geschenk bereits erwartet …

Vielen Dank liebes Team der Flossbach von Storch AG für die liebevollen Präsente zur Weihnachtswunschaktion!

 

Paria Stiftung beim Neztwerktreffen des „House of Resources“

Ressourcen teilen, Engagement stärken – das ist der Slogan des „House of Resources“ (HOR). Hier fand letztes Wochenende ein erstes Netzwerktreffen von Fördernden und Initiativen statt, die auf der Suche nach Unterstützung sind. Die Paria Stiftung präsentierte sich mit zahlreichen weiteren Förderinstitutionen vor Ort.

Paria Stiftung mit Fachwissen und Erfahrung

„Wir lieben es in Kooperation mit Anderen gemeinsame Ziele zu erreichen“, so Gaby Schauenburg bei der Präsentation der Stiftung in einem Pitch: „Dabei fördern wir nicht durch finanzielle Zuwendung, sondern durch die Bereitstellung von Fachwissen und vielfältigen Erfahrungen.“

Die fast 15jährige, praktische Arbeit der Paria Stiftung beinhaltet Kooperationsprojekte, bei denen die Stiftung operativ eigenes Fachpersonal einbringt. So lag der Fokus des Netzwerktreffens darin, zu erörtern, wo gemeinsam Stärken genutzt werden können.

Gespräche und Spaß

Am Stand der Paria Stiftung gab es viele Gespräche mit interessanten Vereinen und Initiativen, deren Inhalte zu denen der Paria Stiftung passten. Und auch größere Stiftung kamen zu uns, um über eine Zusammenarbeit nachzudenken.

Ein rundum gelungenes und gut organisiertes Netzwerktreffen. Dem HOR sei Dank! Auch für die zahlreichen informativen, lustigen (Benaissa Lamroubal) und musikalischen Beiträge (Melchi Vepouyoum), welche die Veranstaltung begleiteten.

Ganz besonders sei hier auch die Videoschalte zu Frau Awet Tesfaiesus betont. Als erste „schwarze Frau“ im deutschen Bundestag betonte sie die Wichtigkeit von Vorbildern für Migrantenkinder. Ihr sei es wichtig zu transportieren, dass die Kinder sich einschalten und die Gesellschaft positiv mitgestalten können. Denn sie selbst sei in ihrer Kindheit mit dem Hinweis aufgewachsen, sich ruhig zu verhalten und besser nicht aufzufallen. Dabei sei es so wichtig, dass sich an der weiteren Gestaltung unseres demokratischen Landes möglichst alle beteiligen.

Mitgestaltung der Kinder und Jugendlichen

Deswegen begrüßen auch wir von der Paria Stiftung es sehr, dass sich die Kölner Förderlandschaft, und hier herausragend die Hans Günter Adels Stiftung, dafür einsetzt, Kinder und Jugendlich genau dabei zu unterstützen – mit einem partizipativen Ansatz. Denn Mitgestaltung weckt das Interesse der Kinder, selbst aktiv zu werden und Selbstwirksamkeit zu erleben.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, die sich aus dem Netzwerktreffen ergeben kann.

Ferienwoche im Tabalugahaus mit der Paria Stiftung

Die Paria Stiftung hat wieder eine Ferienwoche im Tabalugahaus für Familien, die aktuell mit erschwerten Lebensbedingungen umgehen müssen, geplant und umgesetzt.

Insgesamt sind 6 Ein-Eltern-Familien mit 10 Kindern an Bord gewesen, von denen 5 Kinder einen besonderen Förderbedarf haben.

Kleiner Zwischenstopp im Tierpark Sababurg

Um den Kindern gerecht zu werden, denen es besonders schwer fällt im Auto still zu sitzen, mussten wir auch schon auf dem Hinweg einen kleinen interessanten Zwischenstopp einbauen. Der Tierpark Sababurg liegt idyllisch in einem großen Waldgebiet unterhalb der Sababurg. Die Gehege sind weit auseinandergezogen, so dass man sich ordentlich an der frischen Luft bewegen muss, um die Tiere zu finden. Da wurden auch die aktiven Kinder ruhiger, so dass wir die letzte Stunde nach Duderstadt friedlich im Auto verbringen konnten. Im Tabalugahaus angekommen, waren erst einmal wieder alle sprachlos: So schön hatten sie sich ihre Unterkunft nicht vorgestellt.

Das Tabalugahaus – ein Ort zur Entfaltung

Im Tabalugahaus stehen den Kindern Kunst-, Musik-, Sport- und Rückzugsräume zur Verfügung, die sie – ausgestattet mit dem Wissen über die Nutzungsmöglichkeiten der Räume – selbständig aufsuchen dürfen. Wir bringen selbst immer noch zusätzliches Kunstmaterial und Ideen mit, so dass die Kinder hier viele Möglichkeiten finden bildnerisch zu gestalten, zu werken und sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren.

So können sie wachsen, Dinge verarbeiten, Spaß haben und einfach mal Kind sein. Das kommt der Paria Stiftung, die einen non-direktiven Ansatz verfolgt, natürlich zugute. Und somit passt auch das Tabalugahaus so gut zu uns.

Verarbeitung der Flutkatastrophe

Im Bewegungsraum können Kinder sich austoben und im Spiele wichtige Erfahrungen verarbeiten. Im Vordergrund stand dieses Mal die Verarbeitung der Flutkatastrophe in der Eifel. Das ist natürlich nicht verwunderlich, denn zumindest zwei der Kinder erlebten die Fluchtnacht so dramatisch, dass sie Angst um ihr Leben haben mussten. So spielte der Kleinere von ihnen ausgiebig im Bewegungsraum den Wiederaufbau seines Dorfes. Dabei wurde das Dorf immer wieder vom Fluss zerstört,  den eine blaue Sportmatte darstellen musste. Zum Ende der Ferienfreizeit durfte das Dorf aber stehen bleiben.

Vormittag bei der Heinz-Sielmann-Stiftung

Lehrreich und schön war es wieder bei der Heinz-Sielmann-Stiftung. Während es draußen regnete, wurden wir ins Filzen eingewiesen. Wie wird die Wolle eigentlich gewonnen? Wie fühlt sie sich an und wie riecht sie, wenn sie direkt aus dem Stall kommt?

Besonders das Kämmen der Wolle in der Kadriermaschine fanden die Kinder spannend. Und natürlich waren sie auch stolz über die Ergebnisse: So konnten sie hinterher alle ihren eigenen Filzball mit nach Hause nehmen. Doch zuvor wurde noch in dem KiKa-Baumhaus, das auf dem Gelände der Heinz-Sielmann-Stiftung aufgebaut wurde, gespielt.

Gemeinsames Kochen mit den Kindern

Nein – auch Mütter brauchen einmal eine Auszeit. Meist sind sie jedoch so dankbar für das Angebot, gemeinsam ihre Ferien in einer schönen Umgebung mit ihren Kindern verbringen zu dürfen, dass sie das Gefühl haben, unbedingt helfen zu müssen. Dabei liegt uns so viel daran, dass sie sich auch mal entspannt zurücklehnen und durchatmen können.

So bot es sich an, das Kochen zu einem Event mit den Kindern zu gestalten. Natürlich durften die Kinder aussuchen, was auf den Tisch kommt: PIZZA! Diese wurde mit viel Freude gebacken – so schmeckte sie nochmal so gut. 3 Jungs (5, 6 und 10 Jahre alt) waren besonders aufgeregt, denn sie hatten bisher noch nie gekocht:  „Auf die Idee mit meinen Kindern gemeinsam zu kochen, bin ich noch nie gekommen“ äußerte die Mutter „und ich hätte auch nicht geglaubt, dass sie so viel Freude daran haben könnten!“ Wie schön, dass so neue Ideen in das Leben der Kinder transportiert werden können.

Ausflug auf den Reiterhof

Ein weiteres Highlight war der Besuch auf dem Wellenreiterhof in Seeburg . Dabei geht es nicht nur darum, auch mal die Welt vom Rücken der Pferde aus zu betrachten, was alle Mütter und Kinder ausprobiert haben.  Es gibt noch viel mehr: Die MitarbeiterInnen nehmen sich sehr viel Zeit, um den Kindern und Müttern einen Einblick in das Leben so eines großen Gestüts zu geben. Was fressen die Tiere, was brauchen sie, damit ihnen nicht langweilig wird? Wie leben sie mit vielen Pferden gemeinsam? Was ist, wenn sie alt und krank sind?

Lehrgarten Duderstadt

Im Lehrgarten in Duderstadt trafen wir wieder auf „alte Bekannte des Vereins zur Förderung naturgemäßer Lebensführung“. So führte uns diesmal Britta durchs Programm und versuchte Kinder und Mütter, ohne erhobenen Zeigefinger, für das gemeinsame Zubereiten gesunder und schmackhafter Nahrung zu begeistern. Während die eine Gruppe Gemüse schnippelte, um dieses später auf dem Kessel über dem offenen Feuer im Garten zu einer schmackhaften Suppe zu kochen, durfte die andere Gruppe im Bäckerhaus Brot und Brötchen backen, die zur Suppe gereicht wurden. Soooo lecker…. Und zwischendurch konnten die Kinder im Garten spielen, auf dem Trampolin hüpfen oder auch die Lebewesen in den Feuchtwiesen und dem kleinen Teich entdecken …

Eine vollgepackte Woche mit sehr viel Spaß und vielen neuen, schönen Erfahrungen für die Kinder und ihre Eltern. Wir freuen uns schon auf die nächste Ferienfreizeit im Tabalugahaus.

Erstes Paria Jungs-Wochenende

Am Wochenende stand ein Ausflug, mal nur für Jungs, auf dem Programm. Dies haben wir zum ersten Mal als Paria Stiftung umgesetzt. Der Anklang hierzu war sehr groß.

Ohne Papa aufwachsen

Das speziell für Jungs, die ohne Vater aufwachsen, ins Leben gerufene Projekt, soll den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, in Begleitung männlicher Pädagogen und Ehrenamtlicher einfach mal wild zu sein und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Klettern und Schwimmen

Der Start an diesem Wochenende war ein voller Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein ging es in den Hochseilgraten am Fühlinger See. Hier waren Kraft, Ausdauer und Mut gefragt. Jeder der Teilnehmer, ob Kind oder Erwachsener, ist hier an seine Grenzen gekommen und darüber hinaus. Wir sind sehr stolz auf unsere Jungs, nicht weil sie alle Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden super gemeistert haben, sondern weil sie stets aufeinander achtgegeben und sich toll unterstützt haben.

Als wir dann wieder festen Boden unter den Füssen hatten, ging es direkt zur Abkühlung in den See und zur Entspannung an den Strand. Hier kam richtiges Urlaubfeeling auf.

Vielen Dank an dieser Stelle an unseren neuen ehrenamtlichen Unterstützer Erik Schmitz. Neben der finanziellen Unterstützung für dieses tolle Event hat er den Kindern während des gesamten Tages motivierend, hilfsbereit und tatkräftig zur Seite gestanden.

Familientag auf dem Glessener Mühlenhof mit sonniger Medienpädagogik

Nach unserem Konzept „Raus aus dem Netz und rein ins Grün“ verbrachte die Paria Stiftung acht Familien einen medienpädagogischen Tag auf dem Glessener Mühlenhof. Der Ausflug wurde durch die Bezirksvertretung Nippes ermöglicht.

Elternschulung – Kinderspaß

Die Eltern wurden in einer lockeren Atmosphäre zum sinnvollen Umgang der Kinder mit dem Smartphone geschult. Sie erhielten zudem kompakte Informationen, wie sie ihre Kinder vor Gefahren im Netz schützen können.

Währenddessen zogen die Kinder los, um den Erlebnisbauernhof zu erkunden.

Dabei durften sie dieses Mal sogar ausdrücklich das Smartphone benutzen. Denn die PädagogInnen der Paria Stiftung hatten mit Hilfe einer App ein Glessener Mühlenhof Quiz entworfen, dass die Kinder dazu anregen sollte, zu verschiedenen Themen auf kindersicheren Seiten zu recherchieren.

Wie alt werden Esel eigentlich? Und wieviel Liter Milch produzieren Ziegen am Tag? Alles Fragen, die man gut mit Hilfe von Suchmaschinen beantworten kann.

Aber: Wie fühlt sich eine Ziege eigentlich an und wie riecht ein Esel? Das erlebt man besser in der Natur, um einen echten Eindruck zu erhalten.

Kommunikation ohne „Netzanschluss“

Die neuen „Ökophone“ auf dem Hof regen die Kommunikation auch an, ohne dass die Smartphones gezückt werden müssen. „Hallo? Wer da?“ – wie die altbekannten „Dosen-Telefone“.

Mit viel Bewegung und Spaß wurden hier Nachrichten zwischen den Kindern übermittelt. Danach war allen klar: Lieber draußen gemeinsam als mit dem Handy auf der Couch eher einsam.

Ein Tag mit neuen Erkenntnissen zum richtigen Umgang mit dem „Netz“ und wiedererweckten Erkenntnissen, dass gemeinsame Familienaktivitäten in der Natur für alle Energie und Spaß bringen.

Schön war es! Danke nochmal an die Bezirksvertretung Nippes, die diesen Ausflug möglich gemacht hat.

 

Mediensuchtprävention mit der Paria Stiftung … alles andere als trocken!

Die Mediensuchtprävention und Medienpädagogik bildet einen Schwerpunkt der Arbeit der Paria Stiftung. Dabei ist es uns wichtig, die Lerninhalte spielerisch und mit Freude zu vermitteln – sowohl für die Kinder als auch die ganze Familie.

Unser Konzept, gefördert von der Bezirksvertretung Nippes – durch die wir schon einige Familienseminare durchführen konnten, ist sehr begehrt. Im Moment arbeiten wir hier mit einer Warteliste für die kommenden Präventionsprogramme.

Besuch am Bleibtreusee

Diesmal griffen wir bei unserem Besuch am Bleibtreusee, mit Spielen auf dem Wasser und am Strand, das Thema FAKE-NEWS auf. Welchen Nachrichten kann ich eigentlich trauen und wie finde ich heraus wer hinter den Nachrichten steckt? Warum bringen Menschen Falschnachrichten gezielt in die Gesellschaft?

Ein wichtiges Thema für eine Gesellschaft, die demokratische Werte schützen möchte. Denn allzu schnell laufen gerade unsere Jüngsten sonst Gefahr, Falschmeldungen „für bare Münze“ zu nehmen.

Neben der Mediensuchtprävention in spielerischer Form, finden begleitend Elterngespräche statt. Zusätzliches Informationsmaterial mit allen wichtigen Punkten und Hilfestellungen für den Alltag runden das Angebot ab. Auch ein Quiz gibt es für die Teilnehmenden unseres jetzigen Kurses.

So können wir Bewegungsspiele und digitale Auszeiten mit dem richtigen Maß an Medienpädagogik kombinieren – zum Vergnügen und Nutzen von allen Beteiligten.

 

Ein Hinweis zu aktueller Kampagne vor der Bundestagswahl

Wir verbinden bestimmte Farben und Formen mit bestimmten Themen – so auch hinsichtlich Parteien in Deutschland. Werden diese Farben nun genutzt, um andere Inhalte zu transportieren, bedarf es schon eines (geübten) zweiten Blickes, dies zu erkennen und in den richtigen Kontext zu setzen.

Hier möchten wir gerne – passend zu unserer Arbeit bei der Medienpädagogik – auf einen Artikel des unabhängigen, spendenfinanzierten Recherche- und Journalismuszentrums CORRECTIV zu einer Kampagne, durch die eine demokratische Partei zurzeit aus dem Rennen geworfen werden soll, hinweisen:

https://correctiv.org/aktuelles/parteispenden/2021/08/16/anti-gruenen-kampagne-mindestens-eine-halbe-million-euro-aus-anonymen-quellen

Wir sagen: Seien Sie aufmerksam – machen Sie sich schlau!

Ausflug der Paria Kids nach Ir(r)land

Irland ist für einen Tagesausflug nun doch ein bisschen zu weit – so machten wir uns mit den Paria Kids auf ins Irrland! Ein schöner Ferientag für einiger unser 10-12-jährigen. Auch wenn wir „Anfangsschwierigkeiten“ hatten. Aber lesen Sie selbst:

Im Ernst, Irrland?

Der Vergnügungspark soll ausgelegt sein für Kinder bis zur 6. Klasse, vieles im Park spricht aber eher kleinere Kinder an. Direkt zum Start wollten wir die Trampoline testen, doch ein Schild brachte Aufregung in die Gruppe:

„Das ist aber nicht richtig, dass hier an dem Trampolin steht: Für Kinder bis 12 Jahre und bis maximal 40 Kilo Körpergewicht“, sagte die 11jährige Jasmin, die keinesfalls dick ist. „Ich wiege viel mehr und fühle mich jetzt irgendwie schlecht“.

Gut, dass Jasmin sich traut, über ihre Gefühle zu reden. Es entstand eine wilde Diskussion und der erste Beschluss des Tages stand fest: Das werden wir dem Irrland schreiben, wenn wir uns das nächste Mal in der Stiftung treffen! Gerade Kinder in diesem Alter sind sensibel hinsichtlich des Aussehens und dem eigenen Körpergewicht – und schließlich spielt dabei auch die Körpergröße eine Rolle. Also: Wir sind gespannt, was das Irrland antworten wird.

Auf die Plätze, fertig … Spaß!

Der zweite Beschluss des Tages, den wir darauf hin gefasst haben, war: Wir haben trotzdem Spaß! Und das war auch gar nicht schwer: Denn wir fanden durchaus „Attraktionen“, bei der sich die ganze Gruppe amüsieren konnte:

  • Rutschen in gestaffelten „Schwierigkeitsgeraden“ luden dazu ein, die eigenen Grenzen zu erweitern: Klein anfangen und dann schließlich auch die schnellste der Rutschen bezwingen.
  • Im Streichelzoo konnten Tiere und deren Babys beobachtet und beim Melken zugeschaut werden.
  • Chillen auf riesigen Wasserkissen in der Sonne
  • Ein Gang durch das Bambuslabyrinth
  • Bestaunen seltener Vögel bestaunen
  • Ein Wettrennen mit den PädagogInnen durchs Heulabyrinth
  • Baden im Maisbad
  • Krabbeln durch dunkle Gänge und dabei so viel Angst bekommen, dass man doch das Handy nutzt, um nachzufragen, ob die Begleiter auch wirklich noch im Blick haben, dass man noch in dem „Ferkellabyrinth“ ist…
  • Fahren auf seltsamen Fahrzeugen zwischen Tiergehegen …

… und schließlich nach 6 Stunden Spiel und Spaß entspannt bei der Rückfahrt im Bus einschlafen….

So konnten wir doch eine irre gute Ferienfreizeit durchführen für unsere Paria Kids.

Bewegliche Ferienfreizeit beim Sportinternat des 1.FC. Köln

Die Ferienfreizeit beim Sportinternat des 1. FC Köln, von den Scoring Girls von Hawar.help und der Paria Stiftung gemeinsam geplant, brachte den Paria Kids bewegende und lehreiche Tage!

Bevor es so richtig losging, wurden unsere Kids erstmal sportlich ausgestattet. Jedes Kind bekam ein farbenfrohes FC T-Shirt und eine Trinkflasche von der Stiftung des 1.FC. Köln.

Fußball spielen mit Bundesligaspielerin

Bei Sonnenschein starteten wir mit einem Fußballtraining unter professioneller Anleitung. Tuğba Tekkal, ehemalige Bundesligaspielerin und Initiatorin der Scoring Girls und Mitbegründerin des Vereins Hawar.help, leitete das Training direkt vor dem Stadion. Neben dem Fußball hatten die Kinder auch die Möglichkeit, neue Sportarten auszuprobieren. Es wurde Spikeball und Ultimate Frisbee gespielt und eine Slackline gespannt, die die Kinder nutzen konnten.

Ausflug zum Biobauernhof

Alle Paria Kids standen früh morgens am Treffpunkt, um gemeinsam zum Biobauernhof Lammertzhof nach Kaarst zu fahren. Dort angekommen, lernten die Kinder sehr viel über gesunde Ernährung. Im Anschluss durften sie Lebensmittel „retten“, die für den normalen Verkauf nicht geeignet waren. Wir brachten diese im Anschluss zu einem Good Food Laden nach Köln.

Doch zuvor hatten wir das große Glück, dass uns Bauer Heinrich Hannen mit seiner humorvollen und frischen Art nicht nur den Hof und sein angebautes Gemüse erklärte, sondern uns auch Einblicke in die Chancen und Risiken der ökologischen Landwirtschaft gewährte. Echt spannend!

Nochmal vielen Dank für diesen tollen Tag

Bewegung im Regen

Unser dritter und letzter Freizeittag startete wie der zweite endete … mit Starkregen! Trotz allem ließen wir uns nicht entmutigen und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Sportinternat. Klitschnass dort angekommen, hatten alle Kinder die Nase voll vom Regen…dachten wir!

Pustekuchen….schnell kam die Frage auf, wann wir denn endlich rausgehen und loslegen. Kurzer Hand organisierten wir ein Fußballspiel mit den Scoring Girls und spielten im strömenden Regen, aber mit viel Spaß.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Spiel und Spaß im Internat gab es zum Abschluss noch eine Einheit Yoga und Entspannung für die Kinder, damit alle ruhig und entspannt nach Hause kommen.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Sportinternat des 1.FC Köln und Teresa Rohner für diese schöne Ferienfreizeit und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen.

Trauerbegleitung in der Natur – zwei Beispiele

Nicht nur in der Medienpädagogik, sondern auch bei der Trauerbegleitung setzen wir bewusst die Natur ein. Sie ist ein Gegenpol zum digitalen Alltag der Kinder. Und schafft für Kinder und Jugendliche einen guten Raum für den Umgang mit der eigenen Trauer.

Zurzeit begleiten wir drei Kinder und Jugendliche, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Heilsam ist der Aufenthalt in der Natur bei der Trauerbegleitung. Spaziergänge im Wald, Radtouren durchs Grüne, Ausflüge zum Rhein, Geocaching oder Austoben auf einem Waldspielplatz. All die schönen Dinge, die Bewegung mit Natur verbinden, können einerseits dabei helfen mal auf andere Gedanken zu kommen, anderseits bietet die Natur einen sicheren und stressfreien Rahmen um mal über Dinge zu sprechen, die einen belasten.

Waldspaziergang mit dem sechsjährigen Tim

(Name geändert)

Nach einem spannenden und schönen Spaziergang im Wald fand unser Tim einen tollen Baum, der ihm sehr vertraut vorkam. So vertraut, dass er ihn erstmal fest umklammerte und freudig lachte. Kurzerhand wurde der Baum zum Baumfreund erklärt und dementsprechend bekam er ein Gesicht und sogar Hände und Füße aus Ton. Der Baum bekam den Namen Felix und wird in Zukunft immer mal wieder besucht, um zu schauen, ob es ihm gut geht.

„Felix wird jetzt immer mein Freund sein und außerdem soll der noch viele Freunde bekommen, damit er nicht so allein ist, sagte der Junge.

Auf dem See mit der 11-jährigen Anna

(Name geändert)

Unser Kindertrauerbegleiter hatte erst ein paar Bedenken, denn an dem Tag goss es in Strömen. Doch die 11-jährige Anna wollte unbedingt auf den See hinausfahren.

Da es warm war, wurde die Bootstour gemacht, denn auch bei schlechtem Wetter tut es gut, sich selbst in der Natur zu spüren. Vielleicht gerade, wenn es auch genauso im Außen regnet, wie es in einem selbst aussieht.

Gefühle brauchen Raum

Spielerisch versuchen wir, gemeinsam mit den Kindern die Natur (neu) zu entdecken, um so Möglichkeiten aufzuzeigen, den eigenen Gefühlen – ob positiver oder negativer Art – Ausdruck zu verleihen.

Die Natur ist in all unseren Projekten, wenn möglich, der Ort des Geschehens und das hat einen guten Grund. Denn gerade in schwierigen Zeiten kann die Natur uns dabei helfen, zu entspannen, Kraft zu schöpfen um so mit neuer Energie in den Alltag zurückzukehren.