Archiv der Kategorie: Aktuelles

Hier die Kategoriebeschreibung

Pädagogen der Paria Stiftung werden bei Sarah Wiener zu Genussbotschaftern

Zufall? Fügung? Oder was hat es zu bedeuten, wenn es die Paria Stiftung in einem Monat gleich mit zwei Fernseh-Köch*innen zu tun hat?

Ganz klar, die Aktion von Tim Mälzer und seinem Freund, dem Popsänger Sascha, kann so leicht nicht übertroffen werden – auch wenn es durchaus versucht werden darf, liebe Sponsoren … Doch das sind ja ganz einmalige Gelegenheiten.

Wir freuen uns ebenso total über die Aktion von Sarah Wiener, denn für uns gilt der Spruch „Viele Köche verderben den Brei“ ganz und gar nicht!

„Ich kann kochen!“

Sarah Wiener bietet mit ihrer Stiftung (Sarah Wiener Stiftung) kostenfreie „Ich kann Kochen“-Fortbildungen für Pädagogen*innen an. Genussbotschafter sollen sie werden. Das Ziel: Kinder auf dem Weg zu einer genussvollen und gesunden Ernährung zu begleiten. Dabei ist es wichtig, das einzelne Kind im Blick zu behalten und nicht alle über einen Kamm zu scheren. Ganz so, wie in anderen Entwicklungsbereichen eben auch.

Und was hat das jetzt mit der Paria Stiftung zu tun?

Während unserer gemeinsamen Medienfreizeit mit der „Ein Herz lacht Stiftung“, auf dem Gut Alte Heide, wurde noch einmal deutlich, wie sehr die Kommunikation der Familienmitglieder belebt wird, wenn sich die Familie zu einer gemeinsamen Mahlzeit trifft. Da werden Erlebnisse des Tages ausgetauscht und neue Pläne geschmiedet. Und mal ganz ehrlich: Ist man gesättigt und hat man dann auch noch ein schönes Geschmackserlebnis erfahren dürfen, sehen so manche „dunkle Wolken am Horizont“ gleich viel heller aus.

Da wir im Kontakt mit den Kindern immer häufiger erfahren, dass das gemeinsame Mahl, zusammen an einem Tisch, immer seltener wird und sich die Kinder oft von Fastfood ernähren, möchten wir diesen „Missstand“ aufgreifen und in unseren Seminaren einbeziehen.

Paria Stiftung Mitarbeiter werden Genussbotschafter

Dabei freuen wir uns, wenn wir selbst etwas dazu lernen können, wenn Fachleute uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Denn genau so können wir eine durchgängig hohe Qualität unserer Angebote gewährleisten.

Unsere Mitarbeiter werden also gerade Genussbotschafter – und sind „wissenshungrig“ bei der Sarah Wiener Stiftung gelandet …

Und dies noch für alle Pädagogen*innen, die auch Genussbotschafter werden möchten: Dieses Seminar verlässt man nicht nur durch Fachwissen gesättigt! 😉

Eine Zeitreise durch Köln für unsere Paria-Pänz

Mit herzlichem Dank an „Die Goldenen Jungs“

Nicht alle unserer Paria Kids sind in Köln geboren. Einige von ihnen kommen aus ganz anderen Gegenden Deutschlands. Sie sind mit ihren Müttern nach Köln geflohen vor einem Leben in häuslicher Gewalt.

Das kostet sehr viel Kraft – sowohl auf Seiten der Mütter als auch auf Seiten der Kinder, die oft alles an persönlichen Gegenständen und natürlich auch Freunde und Klassenkameraden zurück lassen müssen.

Gut, dass die Familien in den autonomen Frauenhäusern dann eine Trauma-sensible Begleitung erhalten und sie bei ihrem Neustart in Köln gut begleitet werden. Leider zeigt sich zurzeit, dass die Zahl der benötigten Plätze in den Frauenhäusern in Deutschland wieder steigt. So wird es ein drittes autonomes Frauenhaus in Köln geben.

Spaß und Freizeit – auch ein Mittel zur Heilung von inneren „Wunden“

Wir von der Paria Stiftung begleiten zahlreiche Familien nach dem Aufenthalt in den Frauenhäusern mit regelmäßig stattfindenden Ausflügen und Aktivitäten. Es ist nämlich sehr schwierig, sich selbstbewusst und ohne Ängste durch eine neue Stadt zu bewegen, wenn man lange Zeit einem gewalttätigen Familienmitglied ausgesetzt war. Die Täter zerstören sukzessive das Selbstvertrauen ihrer Partner und Kinder.

Da tut es gut, wenn man sich die neue Stadt in einer kleinen, netten Gesellschaft erobert und man sich in einer Gruppe von Menschen bewegt, die nachvollziehen können, dass man nicht in allen Situationen eine „taffe“ erwachsene Frau ist.

Paria-Pänz-Ausflug in Kölner City

Diesmal haben wir uns die Kinder allein geschnappt, denn auch den Kindern tut es gut, Auszeiten zu erfahren und sich mit Kindern auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gesammelt haben.

Getroffen haben wir uns an der Kreuzblume vor den Treppen zur Domplatte und dort gab es auch ungeplant die erste Lerneinheit zur Stadtgeschichte, denn in Kölle wird immer sehr viel gebaut und in Kölle ist immer sehr viel Karneval.

Paria Pänz treffen auf Rote Funken.„Kommt schnell hier weg“ rief unsere Mitarbeiterin Gaby und lachte: „Wir stehen mitten zwischen den roten Funken und das geht heute gar nicht. Schließlich werden wir gerade von den Goldenen Jungs bezahlt. Da können wir uns doch nicht mit der Konkurrenz gemein machen“.

Und so machte sich das Trüppchen auf den Weg zum Alter Markt. Natürlich löcherten

uns die Kinder mit ihren Fragen: „Was machen wir jetzt?“ „Wir gehen auf eine Zeitreise“, war die Antwort. „Oh super!“ und „oh nein, ich hab Angst“ und „das kenne ich, das hab ich im Fernsehen schon mal gesehen“ riefen die Kinder und waren ganz aufgeregt.

Dass es nicht ganz so spannend wurde, wohl aber sehr interessant, dafür sorgten unsere Pädagogen, welche auch die kleinen Ängste eines Kindes durchaus ernst nehmen.

Besuch im Time-Ride

Wer es noch nicht kennt, sollte sich den Besuch gönnen. Mit der historischen Straßenbahn und einer VR-Brille geht es im Time-Ride ins Köln von 1909. Da ist noch einiges anders.

Bevor die Fahrt losgeht, darf zuvor im Kaiserpanorama durch 3D-Brillen geschaut werden, wie Plätze und Straßenzüge heute aussehen und vor über hundert Jahren aussahen. Danach wird die Stadtgeschichte im Zeitraffer im Kinema dargestellt. Die Fahrt mit der Straßenbahn führt dann entlang des Rheinufers und durch die Altstadt. Mal sehen, wie der Vergleich zu heute ist…

Manchmal kommt es anders!

Eigentlich… ja eigentlich wollten wir nun im Anschluss den Weg der Straßenbahn ablaufen und schauen, was sich im Gegensatz zu früher alles verändert hat. Fackeln hatten wir im Gepäck, denn es war schon dunkel und wir erhofften uns so etwas Besonderes in diesen Teil des Stadtrundganges zu bringen, für den wir noch weitere Höhepunkte geplant hatten.

Ging aber nicht, und auch das gehört zu unserer Arbeit.

Zwei der Kinder kamen völlig aufgelöst aus dem Timeride heraus, ohne dass wir in Erfahrung bringen konnten was sie denn so aufgewühlt hatte. Vielleicht war es die Dunkelheit im Kinema? Vielleicht die VR-Brillen, die ja die Sicht auf die unmittelbare Umgebung nehmen? Wir wissen es nicht und die Kinder konnten es auch nicht benennen. Dennoch war in diesem Zustand ein Fackellauf viel zu unsicher.

Und so nahmen wir den Wunsch einiger Kinder gerne auf, erst einmal etwas vernünftiges Essen zu gehen. Danke hier noch einmal an das Restaurant Lyly, die unsere wilde Kindertruppe freundlich aufnahm und den Kindern geduldig die zahlreichen Extrawünsche erfüllten. Wir wissen, dass dies nicht selbstverständlich ist und sprechen dem Restaurant hiermit das Prädikat „besonders kinderfreundlich“ aus.

Danke auch noch einmal an die Goldenen Jungs, die unseren Kids unter anderem diesen (fast) gelungenen Ausflug ermöglicht haben. Die Kinder hatten übrigens trotzdem Spaß und erzählten den Müttern ganz aufgeregt vom alten Köln und der tollen Fahrt.

 

Unsere ganz persönliche „Alles auf Freundschaft“-Geschichte

Danke, danke, danke … fix und fertig, aber auch überglücklich!!!

Es ist noch nicht ganz so lange her, da fanden wir in unserem E-Mail-Postfach eine Anfrage, die wohl einige Stiftungen und Vereine erhalten hatten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind gerade dabei, ein neues Fernsehformat zu entwickeln, bei dem zwei prominente Freunde gegen ein weiteres Freundespaar antreten. Sollten die Prominenten gewinnen, so können sie Spenden in Form von Waren verteilen.

Hierzu eine Frage: Was könnten Sie als Stiftung oder Verein an Sachspenden gebrauchen?

So, oder so ähnlich …

Unsere Wünsche – erst klein, dann groß

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nichts über das Budget, welches den Prominenten im Falle ihres Sieges zur Verfügung stehen würde und wie dieses aufgeteilt würde.

Also erst mal klein anfangen: Ein Beamer, den wir gut für unseren Medienbrunch gebrauchen können….

Okay, vielleicht ein bisschen mehr?  Ein paar Zelte, damit wir mit Familien, die sich sonst keinen Urlaub erlauben können, zumindest eine kleine Zeltfreizeit in den Sommerferien organisieren können.

Noch mehr? Okay: Also Hartluftkajaks wären toll. Solche, die wir auch in Rucksäcken transportieren können, wenn wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Unsere Familien haben ja selten ein Auto. Die sind allerdings teuer!

Jetzt ist’s aber genug, oder?

„Nein“, meinte eine Kollegin: „Schreib doch, dass wir dringend einen Kleinbus brauchen. Das ist doch so.“

Ja, schon, denn unsere Arbeit wäre hierdurch wirklich leichter. Wir müssten die Kinder nicht mehr mit der Bahn einsammeln, wenn die Eltern zu energielos wären, ihre Kinder zu bringen….

Wir könnten viel öfter noch schönere Dinge unternehmen, weil wir sehr viel Zeit sparen würden…

Und stell dir vor, wir könnten uns einfach ein paar Kinder schnappen, die es gerade besonders nötig haben eine Verschnaufpause vom Alltag zu bekommen, und mit ihnen ins Grüne fahren.

Und: Unsere Ferienfreizeiten wären dann gesichert!

Ja, aber das kann man doch nicht ernsthaft als Wunsch äußern …

„Okay: Ich schreibe mal, dass dies ein ein absoluter Traum wäre…“

Wenn Träume wahr werden

Und da standen wir nun, an einem Samstagnachmittag – mit unseren Paria-Pänz. Tim Mälzer und der Sänger Sasha klingelten und hatten eine Busladung voller Geschenke dabei.

Schnell luden wir alles aus und packten es in unsere „gute Stube“. Und dann?

Ja, dann dachten wir, die zwei Prominenten würden sich verabschieden. Doch sie hatten noch eine „kleine“ Überraschung für uns – und übergaben uns kurzerhand die Schlüssel zum Kleinbus.

Ist das zu fassen? Eigentlich kaum – so blieben uns auch förmlich die Worte im Halse stecken.

Heute möchten wir dafür umso lauter „Danke“ sagen!!! Im Namen aller unserer Kinder und Jugendlichen bei der Paria Stiftung.

P.S.: Und dann wurden wir auch nach als Gäste zur nächsten Sendung eingeladen! Alles auf Freundschaft!

2020 – Wir haben soooo viel vor

Zu Beginn des Jahres möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere „Stiftungsgedanken“ und einen kleinen Ausblick auf ein paar bereits geplante Aktionen im Jahr 2020 gewähren.

Mediensuchtprävention – unser Schwerpunkt bleibt

Nachdem wir uns im vergangenen Jahr erfolgreich neu orientiert haben, ohne das Altbewährte zu vernachlässigen, haben wir für 2020 geplant, die Angebote rund um das Thema Mediensuchtprävention weiter zu intensivieren.

Hierfür benötigen wir jedoch IHRE Unterstützung, denn unsere Hauptzielgruppe sind „Familien in besonderen Lebenslagen“, die wenig eigene finanzielle Möglichkeiten haben. Ganz im Gegentiel: 80 Prozent unserer Teilnehmenden – meist Alleinerziehende und ihre Kinder sind auf staatliche Hilfen angewiesen.

Dies bedeutet für uns: Möchten wir, dass unsere Angebote den Familien zugutekommen, die sich diese Aktivitäten eigenständig nicht leisten können, brauchen wir Sponsoren und Spenden.

Auf Spenden angewiesen

In den vergangenen Jahren ist es uns stets gelungen, unsere Angebote ohne Gebühren anzubieten – bis auf die mehrtägigen Ferienfreizeiten, für die wir jeweils einen kleinen Obolus erhoben haben. Darauf sind wir stolz – bedeutete es doch immer wieder, auf die Suche nach Sponsoren zu gehen.

Da die Paria-Gemeinschaft mit ihren Hilfesuchenden und Teilnehmenden jedoch stetig wächst, wird es für uns als kleine Stiftung immer schwieriger, mit den finanziellen Mitteln allen Anfragen gerecht zu werden.

Und dennoch: Wir werden mit Enthusiasmus und Fleiß daran arbeiten, dies auch in diesem Jahr wieder sicher stellen zu können. Dabei hilft uns immer der Gedanke an die vielen strahlenden Kinderaugen, die wir bei den gemeinsamen Aktionen zu Gesicht bekommen.

Natürlich wäre es toll, wenn wir in diesem Jahr weitere, feste Sponsoren für unsere Tätigkeiten finden könnten – kommen Sie gerne mit uns ins Gespräch.

Bereits gesicherte Aktionen

Wir freuen uns enorm, dass wir schon heute auf einige Angebote, Aktionen und Aktivitäten der Paria Stiftung aufmerksam machen können, für welche die Finanzierung, durch große, größere und kleine Spenden und Förderungen bereits gesichert ist.

Doch vorab noch einen Hinweis. Auch wenn die folgenden Programmpunkte nicht immer danach klingen, unsere Tätigkeit im Bereich der Mediensuchtprävention durchzieht all unsere Angebote: sichtbar und manchmal auch unsichtbar. Aber stets gut durchdacht! Und wie bereits erprobt und angekündigt, sind ab jetzt all unsere Ausflüge als „Handyfreie Zonen“ zu betrachten!

Damit wollen wir unserem Motto „Weniger online – mehr Familie“ Nachdruck verleihen und einigen Teilnehmern die Chance geben, wieder zu bemerken, wie schön es ist, sich analog zu begegnen.

Hier nun unsere Veranstaltungen:

  • Am 19. Januar laden wir Eltern und Kinder zu einem Kletterabenteuer ein. Sich gegenseitig helfen, achtsam miteinander umzugehen und Sicherheit zu erfahren sind wichtige Erfahrungen innerhalb der Familie, die durch die Ausübung des Klettersports erlebt und gestärkt werden können. Gerade wenn das Vertrauen, wie bei vielen unserer Kinder Risse bekommen hat, kann das Klettern eine heilende Wirkung entfalten.

Wir möchten uns bei der Kölner Stiftung Merten bedanken, die uns an dieser Stelle durch eine finanzielle Hilfe in unserem Bemühen, Kindern durch Sport und Bewegung zu helfen, unterstützt.

  • Am Februar möchten wir mit unseren Kultur-Kids das „etwas andere Köln“ erleben. Was es damit auf sich hat, werden wir aber erst am Ausflugstag verraten: Auf jeden Fall wechseln wir die Dimensionen!!!

Dies ist eine Aktion, die uns der Karnevalsverein „Die goldenen Jungs“ ermöglicht. Wir möchten uns hier schon einmal vorab und stellvertretend für die Kinder bedanken.

  • Im März geht es dann für unsere PädagogInnen mit dem Vorsatz „Erfahrungswerte teilen und den Horizont erweitern“ an die Nordseeküste. Hier werden wir einem interessierten Fachpublikum unsere Erkenntnisse aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit belasteten Familien unter besonderer Berücksichtigung kunsttherapeutischer Verfahren präsentieren und zur Diskussion stellen.
  • Im April werden wir in den Osterferien gleich zwei Ferienfreizeiten anbieten können:
    • Wie bereits seit vielen Jahren wird es für unsere Paria Kids wieder eine gemeinsame Aktion mit dem FC- Sportinternat Köln geben, bei dem die Kinder unter anderem verschiedene Sportarten ausprobieren dürfen.
    • Und, wie ebenfalls seit vielen Jahren, haben wir wieder eine Einladung vom „Tabaluga-Haus“, der Schützräume für Kinder in Duderstadt gGmbH, erhalten. Dieses Jahr werden wir dort mit besonders kinderreichen Familien anreisen.
  • Im Juni werden wir mit der Unterstützung von „wir helfen e.V.“ (einer Aktion des Kölner Stadtanzeigers) eine Familienfreizeit in Gerolstein, mit dem Schwerpunkt der Mediensucht-Prävention anbieten. Weitere sind in der Planung.
  • Im Juli werden wir gerne den Wunsch unserer Jugendlichen aufgreifen und uns noch einmal für ein paar Tagen mit Fahrrädern und Zelten auf den Weg machen. Mal sehen, wie viele Kilometer wir diesmal täglich hinbekommen!?

 

Und bereits zum Brauchtum zählend, haben auch die Mitarbeiter der Flossbach von Storch AG wieder zugesagt einige schöne Aktionen für unsere Familien zu planen und umzusetzen.

Die Termine werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Weitere Planungen laufen mit Kooperationspartnern – und vielleicht mit Ihrer Unterstützung?

Unser Jahresrückblick auf 2019

Kurz bevor wir als Stiftung mit viel Elan und guten Ideen ins neue Jahr starten, wollen wir uns noch einmal zurückbesinnen, was in diesem Jahr so alles passiert ist.

Prävention Online-Sucht – unser Jahresthema

Bereits 2018 erfuhren wir über den Arbeitskreis Kinder- und Jugendhilfe vom „Notstand“ im Bereich der Mediensuchtprävention in Köln. Gerade unsere eigenen Beobachtungen, in den oftmals sozial schwachen Familien, bestätigten uns: Zu häufig fehlen den Kindern und Jugendlichen Angebote der Eltern und  Alternativen zum „Abhängen vor und mit dem Smartphone“. Es wurde unser Schwerpunktthema in 2019!

Mit zahlreichen Fort- und Weiterbildungen machten sich unsere Mitarbeiter/innen fit für Angebote der Paria Stiftung zur „Mediensuchtprävention“.

Hoher Bedarf an Hilfe

Das Thema brennt! Seit Bestehen der Paria Stiftung (2007) haben wir noch nie einen so hohen Zulauf an hilfesuchenden Familien erfahren. Und wir freuen uns: Familien, die uns kennen gelernt haben, empfehlen uns immer weiter.

Insgesamt haben wir in diesem Jahr 35 Familien regelmäßig begleitet und dabei 73 Kinder erreicht. Und: Hierbei sind Kurzberatungen, Teilnahmen an Vorträgen sowie unsere zahlreichen Kooperationsprojekte – wie die Flüchtlingsarbeit mit Jugendlichen – noch nicht eingerechnet!

Für eine kleine Stiftung ein wirklicher Erfolg! Denn: Wir arbeiten fest nur mit einem sehr kleinen Team aus zwei Pädagogen und der Geschäftsleitung. Aber: Wir haben jede Menge fleißige „stille Helfer“ im Hintergrund. Unsere Ehrenamtler – auch aus den Kreisen ehemaliger Hilfesuchender – unterstützen uns tatkräftig, wo sie können.

Zusätzliche Angebote

So konnten wir auch in diesem Jahr, neben den laufenden Angeboten, wie beispielsweise dem monatlich stattfinden Medienbrunch für ratsuchende Eltern, verschiedene Highlights anbieten, wie z.B.:

  • die Familienfreizeit auf dem Gut Alte Heide in Wermelskirchen, die neben einer altersgerechten medienpädagogischen Schulung der Teilnehmenden Kinder und Erwachsenen ein wundervolles naturpädagogisches Rahmenprogramm bot, um den Familien den „kostenlosen“ Aufenthalt in der Natur wieder schmackhaft zu machen.
  • Die medienfreie Fahrrad-Zeltreise, die wir mit unseren Jugendlichen im Frühsommer durchgeführt haben. Hier konnten sich die Kids mal ordentlich auspowern und feststellen, wie gut es tut, sich körperlich anzustrengen. Hieß es noch am zweiten Tag: „Nie wieder!“ so fragten sie doch am Ende: „Wann machen wir das nochmal?“
  • Zahlreiche kleinere Auszeiten, wie eine KölnTour, die Kanutour in Norden, und jetzt zum Jahresabschluss noch die Weihnachtsaktion mit der schönen Weihnachtsfeier für die Familien.

Überraschung für unsere Gaby

Für unsere Pädagogische Leitung Gaby Schauenburg gab es zudem einen persönlichen Höhepunkt in der Stiftungsarbeit:

Nachdem sie in diesem Sommer, zum ersten Mal in ihren 30 Berufsjahren, eine Jugendliche, aufgrund deren Verhaltens, von den Angeboten der Paria Stiftung ausschließen musste, stand die 14-Jährige vor den Feiertagen plötzlich vor der Tür – eine gut durchdachte Entschuldigung im Gepäck.

Soooo schön – und Balsam für unsere „Stiftungsseele“, denn unsere Arbeit ist von der Idee getragen. wirklich alle Hilfesuchenden mitzunehmen. Egal welche Biographie, welcher soziale, kulturelle, religiöse Hintergrund, egal ob krank oder gesund, mit oder ohne Behinderung.

Wir freuen uns auf 2020

Nun starten wir wieder in ein neues Stiftungsjahr – mit zahlreichen schönen Angeboten und viel Motivation, Kindern und Jugendlichen in Köln zu helfen.

Hier bald mehr dazu – es sei allerdings schon auf einige „analoge“ medienpädagogische Familienwochenenden und Ferienfreizeiten in der Natur hingewiesen.

Noch ein Wort zuletzt

Als kleine Stiftung sind wir auf Spenden angewiesen. Das Geld fließt bei uns jedoch nicht zu großen Teilen in die Organisation, sondern kommt ausschließlich den Projekten, also den Kindern und Jugendlichen zugute. Unser Team ist immer wieder auf der Suche nach Projektpartnern. Bitte helfen Sie uns, anderen zu helfen. Gerne informieren wir über unsere Arbeit in einem persönlichen Gespräch.

Auf ein wunderbares Jahr 2020 – danke an alle, die uns unterstützt haben und unterstützen werden!

Weihnachtswünsche erfüllen mit der Flossbach von Storch AG

Auch in diesem Jahr erfüllen die Mitarbeiter der Flossbach von Storch AG wieder Weihnachtswünsche unserer Paria-Kids. Denn in vielen Familien braucht es wirklich ein „Christkind“, um den Kindern Spielzeug-Wünsche zu ermöglichen. Wie gut, dass es Menschen gibt, die dabei helfen können.

80 Wunschkarten für Kinder aus Köln

Die Paria Stiftung hat 80 Karten von dem Vermögensverwalter für bedürftige Pänz in Köln bekommen. Diese wurden verteilt und die Kinder haben ihren Wunschzettel jeweils ganz individuell gestaltet. Für manche ist klar: Der Nikolaus nimmt das Schreiben mit und liefert es beim Christkind ab.

Unterschiedlichste Wünsche

Der Wunsch-Tannenbaum bei Flossbach von Storch.Ganz bescheidene Anliegen stehen da teilweise auf den Zetteln, wie ein Malbuch. Oder ganz Praktisches wie Kleidung oder Torwarthandschuhe. Manche Kinder wünschen sich auch Lernspiele.

Umsetzen werden die Wünsche die Mitarbeiter bei Flossbach von Storch. Alle Wunschkarten hängen nun am großen Tannenbaum im Unternehmen. So kann sich jeder eine Karte aussuchen zum Erfüllen der Weihnachtswünsche und das Geschenk dann unter den Tannenbaum legen.

Von hier werden sie Mitte Dezember abgeholt und den Kindern bei einer kleinen Feier am 18. Dezember in einem Jugendzentrum übergeben.

Freude garantiert!

In diesem Sinne wünschen wir allen eine wunderbare und besinnliche Vorweihnachtszeit.

Advent, Advent … die Zeit, sie rennt – vorweihnachtlicher Rückblick der Paria Stiftung

Es ist das erste Adventswochenende! Überall ziehen Tannengrün und Kerzenschein in die Räume: Eine besinnliche Zeit – zumindest wünschen wir dies allen. Für uns eine Zeit, das Jahr in Ruhe Revue passieren zu lassen. Denn: Es war ein Jahr mit vielen neuen Aktivitäten und Angeboten.

Schwerpunkt „Prävention zur Online-Sucht“

Der Themenschwerpunkt der Paria Stiftung im Bereich der Mediensuchtprävention und der Medienpädagogik trifft den „Zahn der Zeit“. Dankbar und stolz schauen wir auf die vergangenen Monate, in denen wir – auch mit der tollen Unterstützung zahlreicher Partner – vielen Familien aus Köln und dem Umkreis mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten. Unsere Pädagogen vermittelten bei Konflikten zwischen Eltern und Kind und sensibilisierten die Familien für einen sicheren und gesunden Umgang mit den digitalen Medien.

Große Nachfrage

Dass die Paria Stiftung den passenden Mix zwischen Pädagogik und Vergnügen zusammenstellt, zeigt sich in dem konstanten Zulauf für die Angebote: Vom regelmäßig stattfindenden Medienbrunch über individuelle Beratungen und medienpädagogische Familienfreizeiten. Die Nachfrage ist groß, der Bedarf an Hilfestellungen für den Alltag immens.

Und so ist die „Paria Gemeinschaft“ wieder ein ganzes Stück gewachsen, denn viele unserer Teilnehmer besuchen unsere Angebote und Aktionen nicht nur ein einziges Mal, sondern bleiben für längere Zeit mit uns in Kontakt.

So möchten wir an dieser Stelle allen „alten“ und „neuen“ Teilnehmern für Ihr Vertrauen danken. Unseren Partnern sind wir zu großem Dank verpflichtet – ohne sie hätten wir unsere Projekte nicht realisieren können.

Möchten auch Sie uns unterstützen? Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen!

 

Spitzensportler vom Sportinternat des 1. FC Köln lesen für Paria-Kids

Nicht irgendwer, sondern zwei Spitzensportler und Bewohner des Internats lasen am Vorlesetag 2019 für unsere Paria-Pänz Geschichten rund um den Sport und Fairness. Denn: Das Motto des diesjährigen bundesweiten Vorlesetages war „Sport und Bewegung“ – wo hätten wir dies besser demonstrieren können als im Sportinternat des 1. FC Köln.

Zeit zum Lesen

Die erfolgreiche Judoka Mareike Redding und der professionelle Feldhockeyspieler und Golfer Martin Oel nahmen sich Zeit für unsere Paria Kids. Dabei lasen sie nicht nur vor, sondern hatten im Anschluss auch auf alle neugierigen Kinderfragen eine Antwort. Für Bewegung sorgte ein kleiner Rundgang durch das Internat – so bekamen die Kinder intensive Einblicke in den strammen Alltag von Spitzensportlern.

Zeit für „Sport und Bewegung“

Nach den schönen Geschichten durften sich die Pänz noch so richtig austoben im Internat. Vor allem Tischtennis, Kicker und Basketball standen bei den kleinen Sportlern hoch im Kurs. Es wurde gespielt bis die Eltern nach Hause fahren wollten.

Ein herzliches Dankeschön auch an Claudia Wolf und Teresa Rohner von FC-Internat, ohne die diese tolle Aktion nie möglich gewesen wäre. Es war wieder richtig schön und wir freuen uns jetzt schon auf weitere tolle Aktionen mit „Sport und Bewegung“.

Feuer gefangen für gemeinsame handyfreie Zeit – Abschluss des Paria-Herbstcamps

Am letzten Tag des Paria-Herbstcamps ging es noch einmal „querwaldein“: Jagen, schnitzen, Feuer machen standen auf dem Programm.

Richtig anschleichen

Große Aufregung bei Klein und Groß – wie werde ich zu einem richtigen Jäger? Unsere Paria-Pänz und ihre Familien bekamen einen Crashkurs und übten fleißig das Anschleichen und sich verstecken. Was allen eine Riesenfreude bereitete.

Paria-Kids werden zu Waldjägern im Paria-Herbstcamp

Handwerkskunst im Wald

Als Nächstes durften die Kinder und Jugendlichen aus Köln ihre eigenen Holzkugelschreiber bauen. Es wurde geschnitzt und am Ende noch mit Farbe und Federn – ganz individuelle und schöne Schreiber sind so entstanden. Und: Die neuen einzigartigen Stifte kamen auch direkt zum Einsatz.  Denn jeder Teilnehmer wurde eingeladen, einen Brief an sich selbst zu schreiben. Die Briefe werden in einigen Wochen bei ihren Verfassern im Briefkasten liegen –  dann können die Erinnerungen an die schöne Zeit und die guten Vorsätze im Herbstcamp noch einmal wachgerufen werden.

Wie entsteht eigentlich Feuer?

Die notwendigen Utensilien hatten unsere Querwaldein-Profis dabei und erklärten, wie man ein Feuer entfachen kann. Zurück auf „Gut Alte Heide“, versuchten wir dann selbst, ein Feuer ohne Feuerzeug, Streichhölzer und ähnliche Hilfsmittel entstehen zu lassen. und siehe da! Es hat geklappt und wir konnten gemeinsam unseren letzten Abend am Lagerfeuer sitzen, die Woche nochmal Revue passieren lassen und sogar Stockbrot genießen.

Ganz herzlichen Dank gilt unserem Koch „Bart“, der uns ganz spontan noch einen Stockbrotteig anrührte und uns vor allem die ganze Woche mit einer unglaublich leckeren vegetarischen Küche verwöhnt hat.

Besonders das Mango Mascarpone Dessert hatte es uns angetan. Netterweise hatte uns der Koch darauf hingewiesen, dass wir nicht mehr als zwei Esslöffel davon zu uns nehmen sollten, da es überaus reichhaltig ist. Naaa gut – das haben wir nicht geschafft. So mussten einige von uns danach noch einmal die Walkingstöcke packen und durch den Wald. Haben wir schon erwähnt, dass wir dabei herausgefunden haben, warum es hier BERGISCHES Land heißt? 😉

Bewegung für die Erwachsenen beim Paria-Herbstcamp auf Gut Alte Heide.

Wir freuen uns so sehr, dass die Familienfreizeit für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis war, bei dem neben viel Spaß und gemeinsamem Lachen auch die Ernsthaftigkeit für das Thema „gesunder Umgang mit den digitalen Medien“ nicht zu kurz kam. Wir freuen uns jetzt, wenn das Gelernte im Alltag umgesetzt wird. Dabei unterstützen wir von der Paria Stiftung die Familien auch noch in der kommenden Zeit.

Vielen Dank noch einmal an unsere Projektpartner Gut Alte Heide, die Stiftung „Ein Herz lacht“ sowie den Verein Querwaldein!

Bewusster Umgang mit den digitalen Medien – Gemeinsame Regeln

Im Herbstcamp der Paria Stiftung liegt der Fokus darauf, gemeinsam als Familie darauf zu schauen, wie alle mit Handy und Computer im Alltag umgehen. Und: sich bewusst zu machen, was hier verbessert werden kann.

Medienvertrag geschlossen

Wir freuen uns, ankündigen zu können: Die Medienverträge sind unterzeichnet!

Gemeinsam haben die Familien für sich jeweils einen Medienvertrag ausgehandelt. Dabei wurde viel diskutiert – nach den Informationen, die die Eltern in den letzten Tagen von unseren geschulten Pädagogen erhalten haben, schrillten das ein oder andere Mal die Alarmglocken. Ihr Fazit: Wir wollen etwas ändern in unserem Familienalltag … dringend.

Denn: Auch in unserem Camp konnten wir deutlich die Suchtgefährdung der Jugendlichen im Bereich Online-Medien erkennen. Ein Signal!

Natur und Digitales vereint

Bei der Erstellung der Medienverträge sah man hier und da auch, wie die naturpädagogischen Inhalte der Familienfreizeit beim digitalen Thema Platz fanden. Aber auch ganz persönliche – enorm wichtige – Anliegen wurden mit aufgenommen. Das Herz stammt von einem achtjährigen Mädchen, die das selbst auf den Vertrag geschrieben hat.

Wir vom Paria-Team freuen uns sehr über die angestoßenen Diskussionen, das Miteinander der Familien und die geschlossenen Regelungen. Wir werden auch nach den Ferien die Familien unterstützen, das neue Bewusstsein im Alltag zu verfestigen.