Schlagwort-Archive: Für Kinder und Jugendliche aus Köln

Trauerbegleitung in der Natur – zwei Beispiele

Nicht nur in der Medienpädagogik, sondern auch bei der Trauerbegleitung setzen wir bewusst die Natur ein. Sie ist ein Gegenpol zum digitalen Alltag der Kinder. Und schafft für Kinder und Jugendliche einen guten Raum für den Umgang mit der eigenen Trauer.

Zurzeit begleiten wir drei Kinder und Jugendliche, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Heilsam ist der Aufenthalt in der Natur bei der Trauerbegleitung. Spaziergänge im Wald, Radtouren durchs Grüne, Ausflüge zum Rhein, Geocaching oder Austoben auf einem Waldspielplatz. All die schönen Dinge, die Bewegung mit Natur verbinden, können einerseits dabei helfen mal auf andere Gedanken zu kommen, anderseits bietet die Natur einen sicheren und stressfreien Rahmen um mal über Dinge zu sprechen, die einen belasten.

Waldspaziergang mit dem sechsjährigen Tim

(Name geändert)

Nach einem spannenden und schönen Spaziergang im Wald fand unser Tim einen tollen Baum, der ihm sehr vertraut vorkam. So vertraut, dass er ihn erstmal fest umklammerte und freudig lachte. Kurzerhand wurde der Baum zum Baumfreund erklärt und dementsprechend bekam er ein Gesicht und sogar Hände und Füße aus Ton. Der Baum bekam den Namen Felix und wird in Zukunft immer mal wieder besucht, um zu schauen, ob es ihm gut geht.

„Felix wird jetzt immer mein Freund sein und außerdem soll der noch viele Freunde bekommen, damit er nicht so allein ist, sagte der Junge.

Auf dem See mit der 11-jährigen Anna

(Name geändert)

Unser Kindertrauerbegleiter hatte erst ein paar Bedenken, denn an dem Tag goss es in Strömen. Doch die 11-jährige Anna wollte unbedingt auf den See hinausfahren.

Da es warm war, wurde die Bootstour gemacht, denn auch bei schlechtem Wetter tut es gut, sich selbst in der Natur zu spüren. Vielleicht gerade, wenn es auch genauso im Außen regnet, wie es in einem selbst aussieht.

Gefühle brauchen Raum

Spielerisch versuchen wir, gemeinsam mit den Kindern die Natur (neu) zu entdecken, um so Möglichkeiten aufzuzeigen, den eigenen Gefühlen – ob positiver oder negativer Art – Ausdruck zu verleihen.

Die Natur ist in all unseren Projekten, wenn möglich, der Ort des Geschehens und das hat einen guten Grund. Denn gerade in schwierigen Zeiten kann die Natur uns dabei helfen, zu entspannen, Kraft zu schöpfen um so mit neuer Energie in den Alltag zurückzukehren.

Technische Ausrüstung für Paria-Schulkinder von Flossbach von Storch

Wenn die technische Ausrüstung zuhause fehlt, nutzt auch der Support von Lernpaten online für unsere Paria-Schulkinder nicht viel – deswegen danken wir unserem langjährigen Wegbegleiter, der Flossbach von Storch AG, für die Spende passender Hardware!

Lernpaten helfen schnell und unbürokratisch

Erneut greift die Flossbach von Storch AG unseren Familien unter die Arme. Bereits seit Begin des notwendigen Homeschoolings unterstützen Paten der Flossbach von Storch AG unsere „Paria Kids“. Durch eine videogestützte Begleitung helfen Sie den Kindern bei der Erarbeitung der Lerninhalte.

Immer da, wo die Grenzen der Lehrkräfte erreicht sind und auch Zuhause aus den verschiedensten Gründen kein ausreichender „Support“ gewährleistet werden kann.

Dabei ist aufgefallen, dass manchen Familien auch das technische Equipment fehlt, um störungsfrei am Videounterricht teilzunehmen. Doch schnell und praktisch orientiert, haben unsere Lernpaten eine Lösung parat gehalten. So erhielt die Paria Stiftung die notwendige Ausrüstung, um diese an die Paria Kids zu verteilen. Wir sind uns sicher: Die Kinder werden das zu schätzen wissen! Vielen Dank an Flossbach von Storch und unsere Paten dort!!!

Hardware-Spende für unsere Kinder bei der Paria Stiftung

Eine Zeltfreizeit im Norden mit „Hochs“ und „Tiefs“

Die Paria Stiftung bietet bereits seit vielen Jahren Jugend- oder Familienfreizeiten während der Schulferien an – dieses Mal eine Zeltfreizeit im Norden. Manchmal setzen sich diese Freizeiten aus Teilnehmenden der verschiedenen Gruppenangebote der Stiftung zusammen und manchmal sind sie thematisch gebunden. Letzteres zum Beispiel bei unserer Veranstaltungsserie „Raus aus dem Netz und rein in die Natur“, die durch den Verein wir helfen, des Kölner Stadtanzeigers, gefördert wird und der Mediensuchtprävention dienen soll.

Zeltfreizeit in Neuharlingersiel

Insgesamt hatten wir fünf Familien eingeladen, die dort in fünft komplett eingerichtete neue Familienzelte ziehen durften. Dabei war uns wichtig, zum einen Teilnehmer zu haben, die Anregungen für Freizeit brauchen ohne „Netz“, zum anderen Familien Urlaub zu ermöglichen, die sich einen solchen sonst nicht gönnen können. Zur guten Mischung gehört für uns dabei auch, Vorbilder mit an Bord zu haben, daher gab es ebenfalls Familien, die in ihrer Freizeit gerne real statt digital unterwegs sind.

Zelte und Ausrüstung hatten wir im Frühjahr als „Nutznießer“ der RTL-Gameshow „Alles auf Freundschaft“ erhalten, als sich Fernsehkoch Tim Melzer und Popsänger Sascha, als Gewinner der Show, für die Paria Stiftung einsetzten.

Wunderschöne Zeltlager

Unsere MitarbeiterInnen fuhren schon einen Tag vor den Teilnehmenden gen Norden, um dort alle Vorbereitungen zu treffen. Die „Gäste“ sollten ihr Feriendomizil bei Ankunft als „einladend“ erleben. Und so wurde bis kurz vor Eintreffen noch hier und dort ein bisschen gefeilt.

Dann war es so weit: Markus und Gaby fuhren zum Hafen, um die Teilnehmer zu begrüßen, die mit dem Bus dort ankamen.

Zelten – das muss man mögen

Unsere Familien waren leider nicht alle so begeistert von unseren Zelten wie wir. Einige alleinerziehende Mütter war es zu viel „Natur-Erlebnis“, doch auch dafür fand sich eine Lösung, denn in einem angrenzenden Haus – in dem die Paria Stiftung einen Raum für Schlechtwetter-Aktivitäten reserviert hatte – gab es auch einen Schlafraum. Hier wurden die Mütter mit ihren Kindern, auch mit genug Abstandsmöglichkeiten nach Corona-Hygienevorschriften, untergebracht.

Ausflug 1 – Haustierpark

Unser erster Ausflug ging, zunächst bei strahlendem Sonnenschein, in einen nahe gelegenen Haustierpark: Hier durften Tiere bestaunt und ein paar auch gestreichelt oder gebürstet werden. Einen wunderschönen Bauerngarten, mit einheimischen Blumen und Kräutern gab es dort auch. Und natürlich einen tollen Spielplatz, der die Kinder einlud ihre Energien los zu werden.

So verbrachten wir alle gemeinsam einen schönen und harmonischen Vormittag.

Am Nachmittag machte das Wetter aus dem geplanten Strandspaziergang durch starken Regen einen Strich durch die Rechnung. So wurde es im Gemeinschaftsraum des Hauses mit Pinsel und Farben kreativ.

Ausflug 2 – Spiekeroog

Der nächste Tag startete dann doch mit einer Abreise einer Mutter mit ihren Kindern. Ein Streit zwischen zwei Frauen ließ sich leider nicht kitten.

Mit dem Rest ging es dann nach Spiekeroog – das pure Inselglück.

Alle hatten super gute Laune und freuten sich sehr bei dem Marsch über die Insel und über den Strand. Die Kinder freuten sich aber am meisten, als sie das schöne Piratenschiff fanden, dass sie erobern durften.

„Tief“ im Anflug

Leider lässt sich bei solchen Freizeiten nicht planen, wie sich die Familien untereinander verstehen. Und gerade bei Familien, wo es seelische Verletzungen durch die familiäre Situation gab, können Gefühle auch überschäumen. So mussten wir uns nach einem weiteren Streit zwischen zwei Müttern auch von diesen verabschieden. Wir freuen uns jedoch, dass sie zumindest ein paar schöne Tage mit ihren Kindern an der Nordsee verbringen konnten.

Ende gut, alles gut!

Mit den restlichen Familien hatten wir noch zwei wunderschöne weitere Tage vor Ort „Ich möchte so gerne einmal echte Robben sehen“ sagte Mutter. Kein Problem: Wir organisierten eine Fahrt nach Norddeich, wo die Robbenaufzuchtstation ist. Leider war es dort so voll, dass sich die Gruppe entschloss, lieber ins Waloseum zu gehen. Ein Museum über die örtliche Fauna und Flora und vor allem das Leben unter Wasser und im Wattenmeer und siehe da: Auch dort gibt es eine kleine Aufzuchtstation. So kam unsere Teilnehmerin zu ihrem lang ersehnten Wunsch und konnte die kleinen Heuler in der Livesituation erleben. Nach Strand, Watt, Sonne und Regen, kehrten wir zurück nach Köln.

Unsere Mitarbeiter lieben ihren Job sehr und freuen sich über glückliche Kinderaugen. Doch wir wissen auch, dass schwierige Situationen aufkommen können. Manchmal ist dies sehr anstrengend, dennoch freuen wir uns auf die nächste Zeltfreizeit mit den Paria Kids.

Let’s rock it – Kletterspaß statt Online-Verdruss

Mit unseren Paria-Kids konnten wir von der Paria Stiftung – dank der Kölner Stiftung Merten – zum Klettern in die Abenteuerhallen nach Kalk. Unser Vorhaben sprach sich schnell herum bei den vielen Familien, die wir nun schon seit Jahren betreuen. So war der Andrang größer als wir gedacht hätten.

Zeitvertreib ohne Langeweile

Die Dame am Einlass staunte auch nicht schlecht angesichts unserer großen Gruppe. Und so hieß es: Ein Zeitplan muss her, denn so viele Sicherungsgeräte – und ohne diese geht es nun einmal nicht – gibt es gar nicht.

Aber warten??? Mit aufgeregten Kindern????? Upps – Das mögen Kinder nicht und schon gar nicht, wenn sie sich aus ganz Köln auf den Weg gemacht haben, um die Höhen der Hallen zu erobern.

Ein rettender Einfall musste also her. Gut, dass unsere Mitarbeiterin schon seit langem keine Zeit mehr hatte, ihren Kofferraum aufzuräumen und somit noch allerlei Ballspiele und andere Bewegungsmaterialien dabei hatte.

So wurde kurzerhand aus dem Mattenwagen in der Halle eine Sitz-Tischtennisplatte während andere auf dem Skateboard Kunststückchen üben konnten. Mit dem Hüpfseil wurde die Sprünge gezählt ohne sich sich zu verheddern. Ein buntes Treiben neben den Kletterwänden entstand und keiner hatte das Gefühl, wirklich warten zu müssen.

Und wer eine Pause brauchte, der versorgte sich an der reichen Obst- und Gemüsebar. Denn: Wer durch Sport viel Energie verbraucht, muss sich wieder „auftanken“. Und was sollen wir sagen: Nicht ein Kind meckerte, dass es keine Süßigkeiten gab.

Hoch hinaus bis zum Schluss

Die Hallen wurden fast bis zum Ende des Tages voll ausgeschöpft – alle Kinder waren begeistert von der Möglichkeit des Kletterns und den daraus resultierenden Erfolgserlebnissen. Und: Es war ein gemeinsamer Spaß für die Eltern und Kinder – denn uns von der Paria Stiftung ist wichtig, dass in den Familien gemeinsame Erlebnisse geschaffen werden. Wir möchten sensibilisieren für ein Freizeitprogramm ohne Medienkonsum.

So erhielten wir nach der Aktion noch eine Nachricht von einer Mutter:

„Danke für den schönen Tag. Wir hatten so viel Spaß und die Kinder haben auf der Rückfahrt in der Bahn nicht aufgehört von ihren Erlebnissen zu erzählen. Meine Kleine (5 Jahre) ist dann allerdings beim Schuhausziehen im Flur eingeschlafen…. So habe ich einen ruhigen Abend!!! Machen wir das jetzt öfter?“

Unsere Antwort: Sehr gerne! Neben dieser Aktivität möchten wir in diesem Jahr noch mehr Sport, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten. Wir freuen uns daher, wenn wir noch weitere Förderer – wie bei diesem Ausflug die Kölner Stiftung Merten – finden, um neue Aktionen zu planen.

Melden Sie sich bei Interesse gerne bei uns. Wir finden ein passendes Kooperationskonzept.

Weihnachtswunschaktion für Kinder aus Köln

Weihnachtswunschaktion für Kinder aus Köln

Einmal ist keinmal, zweimal ist schön, ab dem dritten Mal spricht man in Köln von Brauchtum. So ist es schon zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, dass die Mitarbeiter der Flossbach von Storch AG unsere Weihnachtswunschaktion umsetzen.

80 Geschenke voller Freude

80 Geschenke für die Paria Kids von der Flossbach von Storch AG.Wie jedes Jahr konnten unsere betreuten Kinder einen Wunschzettel ausfüllen, der an den schönen Weihnachtsbaum bei Flossbach von Storch gehangen wurde. Hier suchten sich die Mitarbeiter einen Zettel aus und legten als fleißige Christkindhelfer die entsprechenden Geschenke unter den Tannenbaum.

Es sind wieder so viele Geschenke geworden, die wir stellvertretend für das Christkind an unsere erwartungsfrohen Kinder übergeben durften. Diese Kids haben ein wenig zusätzliche Freude mehr als verdient, denn sie hatten im vergangenen Jahr durchaus mehr Leben zu meistern als andere Kinder ihres Alters.

Die meisten der 80 Geschenke gingen an Kinder, die noch in Institutionen leben, die sie vor Übergriffen und häuslicher Gewalt beschützen.

Weihnachtsengel-Geschenkübergabe

Diesmal übergaben, stellvertretend für alle Mitarbeiter, die beiden bezaubernden Weihnachtsengel Helen und Julia die Geschenke an unsere Mitarbeiterin.

Weihnachtsengel der Weihnachtswunschaktion der Paria Stiftung.

Nachdem die zahlreichen und so liebevoll verpackten Geschenke ins Auto eingeladen waren, durfte unsere Mitarbeiterin losfahren, um die Geschenke an die Pädagoginnen der Einrichtungen zu übergeben. Hier ist eine direkte Übergabe nicht möglich, da viele der Kinder unter anonymen Schutz beherbergt werden. Wir sind uns aber sicher, dass die Geschenke zu Weihnachten bei den Kindern ankommen, denn es besteht ein jahrelanger vertrauensvoller Umgang mit den Institutionen.

Vorweihnachtliche Feier

Die weiteren Geschenke konnten wir diesmal im Rahmen einer Weihnachtsfeier im Jugendcafé 362 auf der Neusser Straße an die Kinder, die an die Paria Stiftung angebunden sind, übergeben. Da wir in diesem Jahr einen besonders hohen Zulauf an interessierten und hilfesuchenden Kindern und Jugendlichen verzeichnen konnten, waren unsere eigenen Räumlichkeiten hierfür nicht mehr groß genug. So möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal besonders beim Jugendcafe 362 bedanken, die uns auf bezaubernd unbürokratische Weise sofort unterstützt haben. Vielleicht wird ja auch aus dieser Kooperation eine langjährige Freundschaft.

Schön war, dass die die Weihnachtsengel Helen und Julia unserer Weihnachtsfeier beiwohnen und die Geschenke hier selbst übergeben konnten. So war es Ihnen möglich, das Strahlen der Kinderaugen beim Auspacken der gewünschten Geschenke live mitzuerleben. Und sie konnten sehen, wie viel Spaß auch die Mütter bei der Weihnachtsfeier hatten: es wurde gesungen, geredet und Weihnachtspunsch getrunken.

Einen besonderen Dank möchten wir aber auch an Katharina Müller senden. Wie jedes Jahr, hat sie die Weihnachtswunschaktion wieder liebevoll begleitet und organisiert, so dass nichts schief laufen konnte und wirklich jedes Kind das richtige Geschenk erhielt.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten an alle – die Mitarbeiter der Flossbach von Storch AG, die Beteiligten unseres kleinen Vorweihnachtsfestes und auch sonst allen nah und fern!

Feuer gefangen für gemeinsame handyfreie Zeit – Abschluss des Paria-Herbstcamps

Am letzten Tag des Paria-Herbstcamps ging es noch einmal „querwaldein“: Jagen, schnitzen, Feuer machen standen auf dem Programm.

Richtig anschleichen

Große Aufregung bei Klein und Groß – wie werde ich zu einem richtigen Jäger? Unsere Paria-Pänz und ihre Familien bekamen einen Crashkurs und übten fleißig das Anschleichen und sich verstecken. Was allen eine Riesenfreude bereitete.

Paria-Kids werden zu Waldjägern im Paria-Herbstcamp

Handwerkskunst im Wald

Als Nächstes durften die Kinder und Jugendlichen aus Köln ihre eigenen Holzkugelschreiber bauen. Es wurde geschnitzt und am Ende noch mit Farbe und Federn – ganz individuelle und schöne Schreiber sind so entstanden. Und: Die neuen einzigartigen Stifte kamen auch direkt zum Einsatz.  Denn jeder Teilnehmer wurde eingeladen, einen Brief an sich selbst zu schreiben. Die Briefe werden in einigen Wochen bei ihren Verfassern im Briefkasten liegen –  dann können die Erinnerungen an die schöne Zeit und die guten Vorsätze im Herbstcamp noch einmal wachgerufen werden.

Wie entsteht eigentlich Feuer?

Die notwendigen Utensilien hatten unsere Querwaldein-Profis dabei und erklärten, wie man ein Feuer entfachen kann. Zurück auf „Gut Alte Heide“, versuchten wir dann selbst, ein Feuer ohne Feuerzeug, Streichhölzer und ähnliche Hilfsmittel entstehen zu lassen. und siehe da! Es hat geklappt und wir konnten gemeinsam unseren letzten Abend am Lagerfeuer sitzen, die Woche nochmal Revue passieren lassen und sogar Stockbrot genießen.

Ganz herzlichen Dank gilt unserem Koch „Bart“, der uns ganz spontan noch einen Stockbrotteig anrührte und uns vor allem die ganze Woche mit einer unglaublich leckeren vegetarischen Küche verwöhnt hat.

Besonders das Mango Mascarpone Dessert hatte es uns angetan. Netterweise hatte uns der Koch darauf hingewiesen, dass wir nicht mehr als zwei Esslöffel davon zu uns nehmen sollten, da es überaus reichhaltig ist. Naaa gut – das haben wir nicht geschafft. So mussten einige von uns danach noch einmal die Walkingstöcke packen und durch den Wald. Haben wir schon erwähnt, dass wir dabei herausgefunden haben, warum es hier BERGISCHES Land heißt? 😉

Bewegung für die Erwachsenen beim Paria-Herbstcamp auf Gut Alte Heide.

Wir freuen uns so sehr, dass die Familienfreizeit für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis war, bei dem neben viel Spaß und gemeinsamem Lachen auch die Ernsthaftigkeit für das Thema „gesunder Umgang mit den digitalen Medien“ nicht zu kurz kam. Wir freuen uns jetzt, wenn das Gelernte im Alltag umgesetzt wird. Dabei unterstützen wir von der Paria Stiftung die Familien auch noch in der kommenden Zeit.

Vielen Dank noch einmal an unsere Projektpartner Gut Alte Heide, die Stiftung „Ein Herz lacht“ sowie den Verein Querwaldein!

Bewusster Umgang mit den digitalen Medien – Gemeinsame Regeln

Im Herbstcamp der Paria Stiftung liegt der Fokus darauf, gemeinsam als Familie darauf zu schauen, wie alle mit Handy und Computer im Alltag umgehen. Und: sich bewusst zu machen, was hier verbessert werden kann.

Medienvertrag geschlossen

Wir freuen uns, ankündigen zu können: Die Medienverträge sind unterzeichnet!

Gemeinsam haben die Familien für sich jeweils einen Medienvertrag ausgehandelt. Dabei wurde viel diskutiert – nach den Informationen, die die Eltern in den letzten Tagen von unseren geschulten Pädagogen erhalten haben, schrillten das ein oder andere Mal die Alarmglocken. Ihr Fazit: Wir wollen etwas ändern in unserem Familienalltag … dringend.

Denn: Auch in unserem Camp konnten wir deutlich die Suchtgefährdung der Jugendlichen im Bereich Online-Medien erkennen. Ein Signal!

Natur und Digitales vereint

Bei der Erstellung der Medienverträge sah man hier und da auch, wie die naturpädagogischen Inhalte der Familienfreizeit beim digitalen Thema Platz fanden. Aber auch ganz persönliche – enorm wichtige – Anliegen wurden mit aufgenommen. Das Herz stammt von einem achtjährigen Mädchen, die das selbst auf den Vertrag geschrieben hat.

Wir vom Paria-Team freuen uns sehr über die angestoßenen Diskussionen, das Miteinander der Familien und die geschlossenen Regelungen. Wir werden auch nach den Ferien die Familien unterstützen, das neue Bewusstsein im Alltag zu verfestigen.

Schatzsuche – Gemeinsam freie Zeit erleben, ganz ohne Handy

Unser Projektpartner Querwaldein hat sich für unsere Herbstcamp-Teilnehmer etwas Besonderes ausgedacht. So konnten beim Lernen eine Menge Spaß haben.

Mit GPS ans Ziel

Fröhliches Rätselraten und dabei die Landschaft erkunden – das war unsere Outdoor-Aktivität. Dabei machten sich unsere Familien in den umliegenden Wäldern mit GPS-Geräten auf die Suche nach Hinweisen, die uns immer näher an unser Ziel bringen sollten: Ein richtiger Schatz. Natürlich wurde dabei viel spekuliert, was man da denn wohl finden würde.

Auf Spurensuche

Auf dem Weg zum Punkt X erklärte uns Florian eine Menge zur Tier- und Pflanzenwelt. Er zeigte uns Pilze und sogar Blumen die auch auf dem Speiseteller zu finden sind. Ebenfalls fanden unsere Kinder eine Vielzahl von Tierspuren, die dann ganz genau unter die Lupe genommen wurden. Wann haben Sie das letzte Mal Spurensuche im Wald betrieben?

Gut genutzte Pause

Als wenn das alles noch nicht genug war, wurden unsere Teilnehmer während einer Pause noch richtig kreativ und gestalteten kleine Kunstwerke, die dann untereinander verschenkt wurden.

Die richtige Richtung kennen

Nach einer wirklich schönen und langen Schatzsuche (ca. 5 km) und einer Vielzahl an gefundenen Hinweisen und gelösten Rätseln haben die Kids dann letztendlich auch den Schatz gefunden! Jeder Teilnehmer durfte einmal in die Schatzkiste greifen und sich seinen eigenen Schatz nehmen. Und so sind sie nun alle stolze Besitzer eines eigenen Kompasses.

Wir bedanken uns bei unseren Partnern von Querwaldein für diese wirklich tolle Aktion und sind richtig stolz auf unsere Familien, die super zusammengehalten haben und vor allem bis zum Ende supergut mitgemacht haben.

So durften alle später noch ein mit unserem Sportpädagogen Markus eine Entspannungseinheit genießen. Das haben sich alle redlich verdient.

Schöne Grüße vom „Gut Alte Heide“ schickt das Paria-Team

Paria Herbstcamp: Von Vogelküche bis Baumgesicht

Unser Fokus bei unserem Paria Stiftung Herbstcamp ist unter anderem die Vermittlung von Inhalten zum Thema Medienpädagogik. So wurde hierzu mit den Erwachsenen gearbeitet, um zu vermitteln, wie ein gesunder Umgang mit den digitalen Medien aussehen kann.

In dieser Zeit durften die Kinder erfahren, wie viel Spaß Bewegung macht. Mit unseren Sportpädagogen lernten sie sich bei kooperativen spielen richtig gut kennen.

 

Einfach mal NICHTS tun

Die Natur entdecken - Paria Stiftung Herbstcamp auf Gut Alte HeideDas ist auch wichtig, denn dann kann man die kleinen Dinge entdecken und sich auf Unbekanntes einlassen. So fanden die Kinder auch zwischen den Programmpunkten immer wieder neue Spiele und Erkundungstouren in der Umgebung. Besonders der kleine Anton* fand 1.000 interessante Sachen, die er ALLE mit nach Köln nehmen will.

Den Wald neu erleben

Später am Tag ging es wieder in den Wald. Die Dozenten schafften es dabei durch ihr Programm, alle Familien für die Schönheit der Natur zu begeistern. Unter anderem wurden Auflockerungsspiele genutzt, damit sich die Gruppe gut zusammenfügt und es gab spannende Rätsel zu lösen.

Kochen für die Vögel

Besonderen Spaß hatten die kleinen Kinder, als Florian von Querwaldein e.V. seine mobile Waldküche auspackte. Interessant: Hiermit wurde ein nahrhafter Brei für die Vögel gekocht. Das Gemisch verteilten die Kinder dann in Kiefernzapfen und hingen diese für die Vögel in den Bäumen auf.

Auch eine schöne Maßnahme für den heimischen Balkon.

Kreative Kunstwerke

Am Ende des Tages konnten alle Kinder und Jugendlichen noch „ihren“ Baum mit einem Gesicht verschönern. Sie sammelten hierzu, was sie finden konnten und es entstanden ganz unterschiedliche doch immer fröhlich drein blickende „Baumgesichter“.

Unsere Paria-Pänz als fleißige Lehmbauer bei der Heinz-Sielmann-Stiftung

Heute wurden unsere Paria-Pänz bei der Heinz-Sielmann-Stiftung zu fleißigen Handwerkern – das Tabaluga-Haus, wo wir diese Woche zu Gast sind, hat diese Einladung möglich gemacht.

Die Kinder bekamen ein spannendes Programm rund um das Thema Lehm. Vielen Dank an unsere enthusiastischen Lehrmeister: Der Biologe Romulo und Lotte, die dort ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert.

Inspektion des Fachwerkhauses

Bevor es zur Lehmwerkstatt ging, untersuchten die Paria-Kinder erst einmal das Mauerwerk des Fachwerkhauses auf dem Hof von Gut Herbigshagen.

„Was sind das für Löcher?“
-„Dort haben Wildbienen ihre Eier abgelegt!“
„Oh mein Gott! Wie sollen die dort rauskommen. Sie sind ja eingemauert.“
-„Keine Angst, sie können sich von allein befreien.“

Wer will fleißige Handwerker sehen …

Danach wurden die Kinder zu kleinen Lehmziegel-Herstellern. Hierfür wird erst einmal das Material benötigt. Alle halfen mit – auch die Kleinsten – alles zusammenzutragen. Doch bevor die Ziegel geformt werden können, muss zunächst die Erde von groben Klumpen befreit werden. Da helfen schnell viele Hände…. Danach wird das Ganze ordentlich durchgemengt.

Während die meisten Kinder hierzu ihre Hände benutzen, gab es einige, die den Brei lieber mit den Füßen bearbeiteten. Wenn das Material gut zerbröselt ist, wird ordentlich Wasser und Stroh hinzugefügt – so entsteht eine feste, klebrige Masse, die man in Verschalungen füllen kann. Dann können die Lehmziegel trocknen.

Den Kindern hat es so viel Spaß gemacht – so viel zu sehen und zu lernen und dabei den ganzen Tag draußen zu sein, das macht ganz schön müde.