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Let’s rock it – Kletterspaß statt Online-Verdruss

Mit unseren Paria-Kids konnten wir von der Paria Stiftung – dank der Kölner Stiftung Merten – zum Klettern in die Abenteuerhallen nach Kalk. Unser Vorhaben sprach sich schnell herum bei den vielen Familien, die wir nun schon seit Jahren betreuen. So war der Andrang größer als wir gedacht hätten.

Zeitvertreib ohne Langeweile

Die Dame am Einlass staunte auch nicht schlecht angesichts unserer großen Gruppe. Und so hieß es: Ein Zeitplan muss her, denn so viele Sicherungsgeräte – und ohne diese geht es nun einmal nicht – gibt es gar nicht.

Aber warten??? Mit aufgeregten Kindern????? Upps – Das mögen Kinder nicht und schon gar nicht, wenn sie sich aus ganz Köln auf den Weg gemacht haben, um die Höhen der Hallen zu erobern.

Ein rettender Einfall musste also her. Gut, dass unsere Mitarbeiterin schon seit langem keine Zeit mehr hatte, ihren Kofferraum aufzuräumen und somit noch allerlei Ballspiele und andere Bewegungsmaterialien dabei hatte.

So wurde kurzerhand aus dem Mattenwagen in der Halle eine Sitz-Tischtennisplatte während andere auf dem Skateboard Kunststückchen üben konnten. Mit dem Hüpfseil wurde die Sprünge gezählt ohne sich sich zu verheddern. Ein buntes Treiben neben den Kletterwänden entstand und keiner hatte das Gefühl, wirklich warten zu müssen.

Und wer eine Pause brauchte, der versorgte sich an der reichen Obst- und Gemüsebar. Denn: Wer durch Sport viel Energie verbraucht, muss sich wieder „auftanken“. Und was sollen wir sagen: Nicht ein Kind meckerte, dass es keine Süßigkeiten gab.

Hoch hinaus bis zum Schluss

Die Hallen wurden fast bis zum Ende des Tages voll ausgeschöpft – alle Kinder waren begeistert von der Möglichkeit des Kletterns und den daraus resultierenden Erfolgserlebnissen. Und: Es war ein gemeinsamer Spaß für die Eltern und Kinder – denn uns von der Paria Stiftung ist wichtig, dass in den Familien gemeinsame Erlebnisse geschaffen werden. Wir möchten sensibilisieren für ein Freizeitprogramm ohne Medienkonsum.

So erhielten wir nach der Aktion noch eine Nachricht von einer Mutter:

„Danke für den schönen Tag. Wir hatten so viel Spaß und die Kinder haben auf der Rückfahrt in der Bahn nicht aufgehört von ihren Erlebnissen zu erzählen. Meine Kleine (5 Jahre) ist dann allerdings beim Schuhausziehen im Flur eingeschlafen…. So habe ich einen ruhigen Abend!!! Machen wir das jetzt öfter?“

Unsere Antwort: Sehr gerne! Neben dieser Aktivität möchten wir in diesem Jahr noch mehr Sport, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten. Wir freuen uns daher, wenn wir noch weitere Förderer – wie bei diesem Ausflug die Kölner Stiftung Merten – finden, um neue Aktionen zu planen.

Melden Sie sich bei Interesse gerne bei uns. Wir finden ein passendes Kooperationskonzept.

Unser Jahresrückblick auf 2019

Kurz bevor wir als Stiftung mit viel Elan und guten Ideen ins neue Jahr starten, wollen wir uns noch einmal zurückbesinnen, was in diesem Jahr so alles passiert ist.

Prävention Online-Sucht – unser Jahresthema

Bereits 2018 erfuhren wir über den Arbeitskreis Kinder- und Jugendhilfe vom „Notstand“ im Bereich der Mediensuchtprävention in Köln. Gerade unsere eigenen Beobachtungen, in den oftmals sozial schwachen Familien, bestätigten uns: Zu häufig fehlen den Kindern und Jugendlichen Angebote der Eltern und  Alternativen zum „Abhängen vor und mit dem Smartphone“. Es wurde unser Schwerpunktthema in 2019!

Mit zahlreichen Fort- und Weiterbildungen machten sich unsere Mitarbeiter/innen fit für Angebote der Paria Stiftung zur „Mediensuchtprävention“.

Hoher Bedarf an Hilfe

Das Thema brennt! Seit Bestehen der Paria Stiftung (2007) haben wir noch nie einen so hohen Zulauf an hilfesuchenden Familien erfahren. Und wir freuen uns: Familien, die uns kennen gelernt haben, empfehlen uns immer weiter.

Insgesamt haben wir in diesem Jahr 35 Familien regelmäßig begleitet und dabei 73 Kinder erreicht. Und: Hierbei sind Kurzberatungen, Teilnahmen an Vorträgen sowie unsere zahlreichen Kooperationsprojekte – wie die Flüchtlingsarbeit mit Jugendlichen – noch nicht eingerechnet!

Für eine kleine Stiftung ein wirklicher Erfolg! Denn: Wir arbeiten fest nur mit einem sehr kleinen Team aus zwei Pädagogen und der Geschäftsleitung. Aber: Wir haben jede Menge fleißige „stille Helfer“ im Hintergrund. Unsere Ehrenamtler – auch aus den Kreisen ehemaliger Hilfesuchender – unterstützen uns tatkräftig, wo sie können.

Zusätzliche Angebote

So konnten wir auch in diesem Jahr, neben den laufenden Angeboten, wie beispielsweise dem monatlich stattfinden Medienbrunch für ratsuchende Eltern, verschiedene Highlights anbieten, wie z.B.:

  • die Familienfreizeit auf dem Gut Alte Heide in Wermelskirchen, die neben einer altersgerechten medienpädagogischen Schulung der Teilnehmenden Kinder und Erwachsenen ein wundervolles naturpädagogisches Rahmenprogramm bot, um den Familien den „kostenlosen“ Aufenthalt in der Natur wieder schmackhaft zu machen.
  • Die medienfreie Fahrrad-Zeltreise, die wir mit unseren Jugendlichen im Frühsommer durchgeführt haben. Hier konnten sich die Kids mal ordentlich auspowern und feststellen, wie gut es tut, sich körperlich anzustrengen. Hieß es noch am zweiten Tag: „Nie wieder!“ so fragten sie doch am Ende: „Wann machen wir das nochmal?“
  • Zahlreiche kleinere Auszeiten, wie eine KölnTour, die Kanutour in Norden, und jetzt zum Jahresabschluss noch die Weihnachtsaktion mit der schönen Weihnachtsfeier für die Familien.

Überraschung für unsere Gaby

Für unsere Pädagogische Leitung Gaby Schauenburg gab es zudem einen persönlichen Höhepunkt in der Stiftungsarbeit:

Nachdem sie in diesem Sommer, zum ersten Mal in ihren 30 Berufsjahren, eine Jugendliche, aufgrund deren Verhaltens, von den Angeboten der Paria Stiftung ausschließen musste, stand die 14-Jährige vor den Feiertagen plötzlich vor der Tür – eine gut durchdachte Entschuldigung im Gepäck.

Soooo schön – und Balsam für unsere „Stiftungsseele“, denn unsere Arbeit ist von der Idee getragen. wirklich alle Hilfesuchenden mitzunehmen. Egal welche Biographie, welcher soziale, kulturelle, religiöse Hintergrund, egal ob krank oder gesund, mit oder ohne Behinderung.

Wir freuen uns auf 2020

Nun starten wir wieder in ein neues Stiftungsjahr – mit zahlreichen schönen Angeboten und viel Motivation, Kindern und Jugendlichen in Köln zu helfen.

Hier bald mehr dazu – es sei allerdings schon auf einige „analoge“ medienpädagogische Familienwochenenden und Ferienfreizeiten in der Natur hingewiesen.

Noch ein Wort zuletzt

Als kleine Stiftung sind wir auf Spenden angewiesen. Das Geld fließt bei uns jedoch nicht zu großen Teilen in die Organisation, sondern kommt ausschließlich den Projekten, also den Kindern und Jugendlichen zugute. Unser Team ist immer wieder auf der Suche nach Projektpartnern. Bitte helfen Sie uns, anderen zu helfen. Gerne informieren wir über unsere Arbeit in einem persönlichen Gespräch.

Auf ein wunderbares Jahr 2020 – danke an alle, die uns unterstützt haben und unterstützen werden!

Advent, Advent … die Zeit, sie rennt – vorweihnachtlicher Rückblick der Paria Stiftung

Es ist das erste Adventswochenende! Überall ziehen Tannengrün und Kerzenschein in die Räume: Eine besinnliche Zeit – zumindest wünschen wir dies allen. Für uns eine Zeit, das Jahr in Ruhe Revue passieren zu lassen. Denn: Es war ein Jahr mit vielen neuen Aktivitäten und Angeboten.

Schwerpunkt „Prävention zur Online-Sucht“

Der Themenschwerpunkt der Paria Stiftung im Bereich der Mediensuchtprävention und der Medienpädagogik trifft den „Zahn der Zeit“. Dankbar und stolz schauen wir auf die vergangenen Monate, in denen wir – auch mit der tollen Unterstützung zahlreicher Partner – vielen Familien aus Köln und dem Umkreis mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten. Unsere Pädagogen vermittelten bei Konflikten zwischen Eltern und Kind und sensibilisierten die Familien für einen sicheren und gesunden Umgang mit den digitalen Medien.

Große Nachfrage

Dass die Paria Stiftung den passenden Mix zwischen Pädagogik und Vergnügen zusammenstellt, zeigt sich in dem konstanten Zulauf für die Angebote: Vom regelmäßig stattfindenden Medienbrunch über individuelle Beratungen und medienpädagogische Familienfreizeiten. Die Nachfrage ist groß, der Bedarf an Hilfestellungen für den Alltag immens.

Und so ist die „Paria Gemeinschaft“ wieder ein ganzes Stück gewachsen, denn viele unserer Teilnehmer besuchen unsere Angebote und Aktionen nicht nur ein einziges Mal, sondern bleiben für längere Zeit mit uns in Kontakt.

So möchten wir an dieser Stelle allen „alten“ und „neuen“ Teilnehmern für Ihr Vertrauen danken. Unseren Partnern sind wir zu großem Dank verpflichtet – ohne sie hätten wir unsere Projekte nicht realisieren können.

Möchten auch Sie uns unterstützen? Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen!