Schlagwort-Archive: Paria-Stiftung

Kleine Wünsche, große Wirkung – Fahrradfahren lernen

Vieles ist für uns selbstverständlich, wie das Fahrradfahren lernen, wenn wir klein sind. Und dann begegnen uns Menschen, die sich diesen Wunsch nie erfüllen konnten.

Die Geschichte von Miranda

Bei unserer Wochenend-Freizeit haben wir einen Fahrradausflug organisiert. Eine Teilnehmerin – Miranda – wollte partout nicht mitkommen. Also zogen wir ohne sie los.

Erst am Abend am Lagerfeuer erzählte sie uns dann, dass sie eigentlich sehr gerne mitgekommen wäre. Aber Miranda hatte nie die Möglichkeit, das Fahrradfahren zu lernen. Den Wunsch dazu hätte sie schon, aber jetzt – als Erwachsene – noch damit anzufangen. Wie soll das gehen?

Wir finden Mittel und Wege

Klar geht das! Wir sind fündig geworden: bikebridge hat sich darauf spezialisiert, insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund das Fahrradfahren beizubringen. Miranda hatte jetzt auch schon das erste Training auf dem Jugendverkehrsplatz in Nippes. Die nächste Runde wird geplant. Wir freuen uns, dass wir diesen kleinen Wunsch – mit großer Wirkung – erfüllen können für Miranda.

Familienfreizeit am Rursee

Was für ein Glück! Pünktlich zur Familienfreizeit am Rursee, die dank der IKEA Stiftung umgesetzt werden konnte, wurden die Corona-Vorschriften gelockert.

Das Konzept der Wagenburg des NaBeDi-Camps (Natur bewegt dich) lässt sich aber auch mit Einschränkungen sehr gut umsetzen – denn jede Familie kann hier einen eigenen ausgebauten Bau- oder Zirkuswagen beziehen. Wir hatten für die Familienfreizeit am Rursee 6 Wagen gemietet und konnten 6 Familien, die gerade auch nochmal in der Pandemie-Zeit besondere Einschränkungen und Herausforderungen erfahren haben, glücklich machen. So zum Beispiel eine Alleinerziehende mit vier Kindern im Homeschooling.

Wetter gut – Wasserspiele an

Nach dem Einzug war die Freude groß, denn das Wetter spielte mit und die Kinder suchten als erstes den Weg zum Wasser. Ganz schön kalt war es zunächst, schreckte aber niemanden davor ab die Freiheit auszukosten … Schwimmen, Springen, Kanufahren und Toben am und im Wasser standen auf dem Programm.

Trekkerausflug in die Eifel

Ein Highlight der Familienfreizeit war eine ausgiebige Trekkerfahrt durch die hügelige Landschaft der Eifel. Ganz schön ruckelig war das, aber wunderschön. Denn der viele Regen der letzten Wochen hat die Natur zumindest ein wenig aufatmen lassen und so zeigten sich Wiesen und Wälder im satten Grün.

Stefan Kessel, eigentlich Arzt in Köln, hatte die Kinder zu der Fahrt durch seine Heimat eingeladen. Doch bevor es losging, erlaubte er sich noch einen Scherz: Er sagte den Kindern, dass sein Anhänger leider kaputt gegangen sei, sie aber trotzdem mitfahren könnten, wenn sie es schaffen würden sich festzuhalten.

Da legten sich die Kinder mächtig ins Zeug!!! Ein Spaß für die zuschauenden Mütter. Als sich dann alle einen sicheren Platz erklettert hatten sagte Stefan: „Okay, ich sehe mit euch kann man was anfangen. Aber jetzt stell ich die Kippkarre doch lieber wieder runter, bevor es losgeht.“

Nach der Rundfahrt machte Stefan zur Überraschung der Kinder auf einem Bauernhof Halt. Hier zeigte ihnen Bauer Axel die Stallungen der Kühe und Hühner und erlaubte den Kindern Kälbchen und kleine Katzen zu streicheln – ein Highlight für viele Stadtkinder. Zum Abschluss schenkte er den Kindern die wohl frischeste Milch aus, die sie je getrunken haben.

Erholung – getrennt von einander

Manchmal braucht man auch etwas Zeit für sich! So konnten Kinder und Mütter auch mal was allein machen.

Die Kinder besuchten das Höhlenlabyrinth des NaBeDi Camps: Es galt 38m stockdunkle Gänge in einem großen Holzquader zu bezwingen. Das ist anfangs ganz schön gruselig. Aber mit der richtigen Vorbereitung und der vertrauensvollen Begleitung durch unseren Pädagogen haben es alle Kinder geschafft, die Herausforderung glücklich zu meistern.

Währenddessen machten sich die Mütter auf Wanderschaft durch das Tiefenbachtal. Schön die Seele mal baumeln lassen können. Gemeinsam lachen und sich austauschen.

Knabberfische

Alles für die Schönheit – in einem Beautysalon nahe des Camps gab es ein Bassin mit lauter kleinen Fischen, die gerne an Menschen herumknabbern. Füße reinhalten und knabbern lassen. Danach ist die Haut so weich, dass man ein paar Wochen die Fußpflege vernachlässigen darf. Das mussten unsere Teilnehmenden natürlich auch ausprobieren.

Besichtigung der Burg Nideggen

Am Ende der Familienfreizeit am Rursee – auf dem Rückweg nach Köln – machten wir noch kurz in Nideggen stopp. Hier kletterten die Familien den Turm der Burgruinen hoch und genossen den weiten Blick über die Wälder der Eifel. Im Burgmuseum konnten sie die Geschichte der Burg erforschen. Insbesondere die Ritterrüstung zog kleine Fans an.

Viele neue Eindrücke, eine Gruppe, die zusammengewachsen ist und so das eigene Netzwerk stärkt – gerade, wenn man mit Kindern alleine ist und keine Familie hat, die einen unterstützt – viel Lachen, Spaß und Ausgelassenheit. Die Familienfreizeit am Rursee hat allen so gut getan und die Reserven der Eltern und Kinder wieder aufgeladen. Wir danken der IKEA Stiftung für die Unterstützung unseres Projektes!

Spendenlauf des Fröbel-Kindergartens für die Paria Stiftung

Der Fröbel-Kindergarten An den Clouth-Werken hat einen Spendenlauf organisiert. Heute hatten wir in der Paria Stiftung Besuch von Lara Cremer, eine der sehr engagierten Pädagoginnen aus der Kindertagesstätte.

Kinder entscheiden sich für Paria-Projekt

Gemeinsam mit den Ü3-Kindern des Fröbel-Kindergartens hat Lara Cremer einen Spendenlauf organisiert. Dabei wählten die Kinder aus drei verschiedenen sozialen Projekten die Paria Stiftung als Spendenziel aus.

Am meisten hat ihnen gefallen, dass die Paria Stiftung auch Freizeitprojekte für Kinder und Jugendliche durchführt, denen es nicht so gut geht. Hier wollten die Kinder helfen: Denn jedes Kind sollte ab und zu mal etwas „Besonderes“ erleben, so fanden sie!

Auf die Plätze …

Mit diesem Ziel haben sich die Kinder bei ihrem Spendenlauf mächtig ins Zeug gelegt. Und das, obwohl es „wie aus Eimern“ geregnet hat. „Manchmal mussten wir die Kinder echt bremsen“ erzählt Frau Cremer, „denn Kinder sollten nicht zu lange joggen!“ Dennoch: Der jüngste Teilnehmer hat es, mit Pausen, auf 1800 Meter gebracht. RESPEKT!!!

Angefeuert wurden die LäuferInnen vom tosenden Applaus der anderen Kinder, die mit Pompons den Spendenlauf begleiteten und damit auch die Paria-Kids unterstützt haben.

Spendenlauf-Film des Fröbel-Kindergartens

Frau Cremer hat den Tag in einem Film festgehalten, den sie jetzt noch gemeinsam mit den Kindern bearbeitet. Wir freuen uns schon sehr auf das Ergebnis. Wir bedanken uns aber schon heute bei den Kindern für die reife Leistung!

Was für eine Überraschung, wie viel wir in der hübsch gestalteten Spendendose – mit Bildern vom Spendenlauf und den Abstimmungssternen für die Paria Stiftung – fanden.

Aber bedanken möchten wir uns bei den Kindern schon heute. Das war eine reife Leistung!!!

Vielen Dank!

Wir staunten nicht schlecht, als wir die selbst gestaltete Spendendose, welche von den Kindern hübsch mit Fotos vom Spendenlauf und den Abstimmungssternen geschmückt war, öffnen durften.

Mit so viel Geld hatten wir nicht gerechnet! Und Frau Cremer erzählte, dass sogar noch mehr für unsere Kids gesammelt wurde.

Liebe Fröbel-Kinder: Wir versprechen euch, dass das Geld genau dort landet wo es hin soll: Bei Kindern, deren Eltern nicht so viel Geld haben und die deshalb vielleicht nicht ganz so viel erleben können. Herzlichen Dank –  auch an das PädagogInnen-Team des Fröbel-Kindergartens.

Technische Ausrüstung für Paria-Schulkinder von Flossbach von Storch

Wenn die technische Ausrüstung zuhause fehlt, nutzt auch der Support von Lernpaten online für unsere Paria-Schulkinder nicht viel – deswegen danken wir unserem langjährigen Wegbegleiter, der Flossbach von Storch AG, für die Spende passender Hardware!

Lernpaten helfen schnell und unbürokratisch

Erneut greift die Flossbach von Storch AG unseren Familien unter die Arme. Bereits seit Begin des notwendigen Homeschoolings unterstützen Paten der Flossbach von Storch AG unsere „Paria Kids“. Durch eine videogestützte Begleitung helfen Sie den Kindern bei der Erarbeitung der Lerninhalte.

Immer da, wo die Grenzen der Lehrkräfte erreicht sind und auch Zuhause aus den verschiedensten Gründen kein ausreichender „Support“ gewährleistet werden kann.

Dabei ist aufgefallen, dass manchen Familien auch das technische Equipment fehlt, um störungsfrei am Videounterricht teilzunehmen. Doch schnell und praktisch orientiert, haben unsere Lernpaten eine Lösung parat gehalten. So erhielt die Paria Stiftung die notwendige Ausrüstung, um diese an die Paria Kids zu verteilen. Wir sind uns sicher: Die Kinder werden das zu schätzen wissen! Vielen Dank an Flossbach von Storch und unsere Paten dort!!!

Hardware-Spende für unsere Kinder bei der Paria Stiftung

Führerschein Zivilcourage

Dank der Initiative „wir helfen“ des Kölner Stadtanzeigers konnten wir in den vergangenen Monaten eine Gruppe von Teenagern mit dem „Führerschein Zivilcourage“ auszeichnen. Hierzu haben sie sich mit ihrer eigenen Haltung auseinandergesetzt, ihr Wertesystem hinterfragt und sich viele Gedanken zu demokratischem Handeln gemacht. Einige der begleiteten Diskussionen unter den Teenagern verliefen dabei sehr hitzig, wobei die Achtung des Gegenübers immer gewahrt wurde. Hierfür auch nachträglich vom Trainerteam noch einmal den ausdrücklichen Respekt!

Lernen, was Zivilcourage heißt - Jugendarbeit bei der Paria Stiftung.

Jugendarbeit in Pandemie-Zeiten

Dabei war die Durchführung unter den Bedingungen der Pandemie eine echte Herausforderung: Für die Jugendlichen und auch für unsere MitarbeiterInnen. Oftmals mussten wir ad hoc unsere ganze Planung über den Haufen werfen und nach Wegen Ausschau halten, wie wir trotz sich stetig ändernder Vorschriften mit den TeilnehmerInnen coronakonform arbeiten konnten.

Aber: Flexibilität ist auch eine der Stärken unserer kleinen Stiftung! Und die Jugendlichen selbst waren flexibel genug, um sich schnell auf neue Formate einzulassen.

Hybrides Lernen

So kam am Ende ein hybrides Projekt heraus, dass die Möglichkeiten der Klein(st-)gruppenarbeit mit den Möglichkeiten der digitalen Welt verknüpfte. Wir trafen uns manchmal auf dem Sportplatz, manchmal in der Natur und wenn es sein musste auch vor dem Bildschirm.

Positives Fazit

Und obwohl das Projekt noch nicht gänzlich beendet ist, ziehen wir schon jetzt ein positives Fazit, denn wir hörten nicht selten von den Jugendlichen „Darüber habe ich mir bis jetzt noch gar keine Gedanken gemacht“.

So haben wir bei Einigen erreicht, dass sie Situationen, in denen Zivilcourage gefragt ist, besser bewältigen können. Jetzt sind sie sich ihrer eigenen Haltung bewusst und haben darüber hinaus Möglichkeiten und Grenzen des Eingreifens schon mehrfach gedanklich durchgespielt.

Wir hoffen, dass wir im Sommer auch das Abschlusscamp durchführen können, denn darauf freuen sich alle sehr. Haltet den Teenies die Daumen. Wir werden darüber berichten.

 

Familien-Auszeit im Juni dank IKEA Stiftung

Wir freuen uns sehr, dass wir dank der IKEA Stiftung für benachteiligte Familien im Juni eine Auszeit planen können.

Stressiger Alltag auf engstem Raum

Wir hören es zunehmend in den Medien: Kinder aus benachteiligten Familien werden abgehängt. Ihnen fehlt häufig das technische Equipment, um stressfrei am Unterricht teilzunehmen. Denn sie sitzen in kleinen Wohnungen auf engstem Raum. Oft zusammen in einem Zimmer mit anderen Geschwistern.

Die Paria Stiftung bietet hier gemeinsam mit Kooperationspartnern Unterstützung im „Homeschooling“ an.

Auch mal „rauskommen“

Jetzt haben wir dank der IKEA Stiftung auch noch die Möglichkeit, ein paar extrem gestressten Familien eine kleine „Auszeit“ anzubieten. Sechs Familien werden – so es die Kontaktbeschränkungen zulassen – im Juni einen Kurzurlaub am Rursee machen.

Im NaBeDi-Camp in Woffelsbach kann jede Familie einen individuell ausgestatteten Zirkuswagen beziehen. Damit ist der Abstand in der Unterkunft gewahrt. Und unsere geplanten Aktivitäten finden ohnehin in der Natur statt. So ist das Infektionsrisiko minimiert.

Jetzt haben wir schon einmal mit Vorfreude eine kleine Materialprüfung durchgeführt und unsere Boote aus dem Lager geholt.  Erinnert ihr Euch noch: Diese haben wir Anfang letzten Jahres im Rahmen einer RTL-Spielshow geschenkt bekommen und waren auch schon gut im Einsatz.

Selbstverständlich nehmen wir sie auch mit an den Rursee und freuen uns sehr darauf, wenn wir gemeinsam mit den Familien bei einer Bootstour die „Seelen-baumeln lassen können“.

Kreatives aus dem Netz – Online-Elternschulung „Internetsicherheit“

Dieses Mal ging es bei der Online-Elternschulung zum „sicheren Aufenthalt für Kinder in den digitalen Medien“ um Kreatives aus dem Netz, denn unbestritten bietet das Internet hier zahlreiche nützliche Hinweise.

Die Osterferien mit Spaß gestalten

Die Osterferien stehen vor der Tür, doch leider bleibt es weiter beim „Lockdown“ – Ausflüge oder Reisen sind nicht möglich. Deswegen haben unsere Pädagogen für die teilnehmenden Familien spannende Anregungen zusammengetragen, die sicher sind und dennoch Spaß machen.

Vom Comiczeichnen bis zum Podcast

Eigene Geschichten erfinden und dann grafisch umsetzen – das bringt total viel Spaß und geht schneller als man denkt. Mit einer Comic-App können Figuren zum Leben erweckt werden.

Zum Beispiel mit der Comic-App: Comica

Und wenn es mit den eigenen Ideen noch ein bisschen holprig läuft, so bekommen kleine Schriftsteller mit einer Buchstabenmaschine aus einer Kinder-App auf Knopfdruck anregende Anfangssätze für eine Geschichte.

Lesen ist ja nicht jedermanns Sache Die Geschichte kann dann auch noch vertont werden – für einen Podcast benötigt man dann geeignete Musik und Geräusche. Die Familien lernten, wo es diese gratis gibt:

http://www.auditorix.de/kinder/hoerwelten/geraeusche/geraeusche-box/

https://www.jamendo.com/start

Podcast selbermachen

Oder habt ihr schon mal mit Licht gemalt…. Gar nicht schwer und ein riesiger Spaß, wenn man nach den ersten Versuchen ganz zügig ein schönes Kunstwerk in den Händen hält: https://www.youtube.com/watch?v=V-wS5OS4v2M

Offener Austausch

Auch die Eltern hatten einige nützliche Tipps füreinander parat:

Von Bewegungs-Apps für Familien über die Wander-App, die uns auch innerhalb Kölns gute Touren für einen gelingenden Familienausflug aufzeigt.

Bei der anschließenden Diskussion ging es dann noch um mangelnde Kindersicherheit in manchen Apps. Für uns ist es schön zu beobachten, wie viel wachsamer die Eltern hier geworden sind und ihre Kinder so viel besser durch das Netz begleiten können.

Kleiner Ostern-Wettbewerb

Nun sind wir auf die Beiträge der Familien gespannt, denn: Wer uns bis Ostern ein neu entstandenes Werk aus den Inhalten des heutigen Treffens präsentiert, hat die Chance einen schönen Familienausflug zu gewinnen. Dabei werden unsere PraktikantInnen die unabhängige Jury darstellen, welche die Werke begutachten, ohne zu wissen wer sie eingereicht hat.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

Workshop „Sicherheit von Kindern im Netz“ – Geräteeinstellungen und gefährliche Kontakte

Wieder stand bei der Paria Stiftung ein Video-Meeting zum Thema „Sicherheit von Kindern im Netz“ an und wurde von den Teilnehmenden gut angenommen. Während die Erwachsenen lauschten, malten die Kinder Bilder – dabei entstanden schöne Kunstwerke, wie diese von der Grundschülerin Rebecca:

Wertvolle Tipps und Hinweise für Technik-Einstellungen bei Geräten

Im Workshop ging es um aktuelle Daten der KIM-Studie (Kinder, Internet, Medien) sowie die Vorstellung der Webseite www.medien-kindersicher.de. Diese behandelt den technischen Kinder- und Jugendschutz.

Was kann man auf der Seite erfahren?

Keiner von uns quält sich gerne durch das Kleingedruckte bei Verträgen und Einstellungen, doch gerade das ist wichtig, um Endgeräte von Kindern sicher zu konfigurieren, damit die Gefahren im Netz minimiert werden.

Da hilft diese neue Seite, die gut bebildert und in verständlicher Sprache Unterstützung bietet. Einfach das Endgerät auswählen und dann Step-by-Step den Anweisungen folgen.

Fake News und Challenges

Daneben wurde von Mohammad Jami dargestellt, wie FakeNews benutzt werden, unsere Gesellschaft zu manipulieren und welche verschiedenen Motivationen dahinterstecken können.

Konul Hasanova hat in einem zweiten Teil über die Verbreitung gefährlicher Challenges und die Notwendigkeit des Austausches zwischen Eltern und Kindern berichtet. Mit Beispielen zeigte sie, wie Kinder zu lebensbedrohlichen Aktionen herausgefordert werden. Die Risiken scheinen dabei ausgeblendet.

Vielen Dank an die Referenten für den wertvollen Input!

Aktuelle Warnung in Köln

Zum Schluss befassten wir uns noch mit einer aktuellen Meldung der Polizei, vor dem Hintergrund des Tatverdachtes der sexuellen Anbahnung über digitale Medien eines 53-jährigen Kölners.

Hierzu ein Auszug aus einem Rundbrief (POL-K: 212202-3-K BAO Berg: Sexueller Missbrauch nach Kontaktanbahnung über Social Media-Plattformen aufgedeckt):

«Präventionsexperte Dirk Beerhenke vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz weiß, wie wichtig es ist, Kinder in der digitalen Welt zu sensibilisieren, sie zu begleiten und zu beschützen. Er rät Erwachsenen, sich mit den Kindern Chatverläufe von Messengern (z.B. Whatsapp), Videodiensten (z.B. Snapchat, Tic Toc) aber auch von Spieleanbietern anzusehen.

Gerade letztere bieten Chatmöglichkeiten, die von Tätern genutzt werden, um mit Kindern in Kontakt zu treten. All diese Anwendungen gibt es für Handys und Tablets, aber auch für Spielekonsolen aller Art. Selbst über Spielzeuge, wie mit dem Internet verbundene Puppen, können Fremde heutzutage Kontakt zu Kindern aufnehmen.

Ein- und Ausgänge von E-Mailkonten sowie Anruflisten sollten generell Gegenstand gemeinsamer Gespräche der Eltern mit ihren Kindern sein. Beerhenke rät: „Lassen Sie sich die Kontakte erklären. Wer ist das, der da mit ihrem Kind schreibt oder es vielleicht beschenkt?

Weitere Informationen zu „GEMEINSAM in die digitale Welt“ erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 0221 229-8655 oder per Mail an kriminalpraevention.koeln@polizei.nrw.de. (de)»

Safer-Internet-Day

Safer-Internet-Day bei der Paria Stiftung – neues Online-Angebot

Am 9. Februar haben wir auch bei der Paria Stiftung an den Safer-Internet-Day gedacht, der seit 2004 Themen der Sicherheit im Umgang mit den digitalen Medien aufgreift. Mit dem Motto 2021 „Together for a better Internet” steigen wir nun ein in eine neue Reihe an Online-Fortbildungen für Eltern.

Der Safer-Internet-Day seit 2004

Der Safer-Internet-Day findet seit 2004 jährlich im Februar statt und befasst sich damit, wie gesellschaftliche/politische Themen im Zusammenhang mit den Möglichkeiten des Internets dargestellt werden.

In diesem Jahr steht dabei die Meinungsbildung im Focus des Geschehens. Besonders während der Pandemie hat sich gezeigt, wie einfach und schnell sich falsche Meldungen im Internet verbreiten lassen: Schnell ist Angst geschürt – eine Info geschrieben und mit einem Klick verbreitet.

Wir von der Paria Stiftung wollen hier gegensteuern und Eltern über Gefahren im Netz, gerade auch im Hinblick auf ihre heranwachsenden Kinder, informieren. Hierzu bieten wir schon länger medienpädagogische und mediensuchtpräventive Angebote an, die fernab von Angst-Macherei und erhobenem Zeigefinger platziert sind.

Neues Online-Angebot der Paria Stiftung

Gemeinsam mit unseren PraktikantInnen haben wir nun ein neues Angebot einzuführen: In dreiwöchentlichem Abstand möchten wir nun gemeinsam mit Familien überlegen, was geht und was nicht: Was ist richtig, was ist falsch und wie kann ich A von B trennen und erkennen? Wie gehe ich mit Cybermobbing, Cybergrooming und all den anderen Gefahren um? Wie kann ich mein Kind im Internet schützen, ohne es davon fernzuhalten. Wie kann ich mein Kind stärken, so dass es versteht sich auszuprobieren ohne sich in Gefahr zu bringen….

Safer-Internet-Day

Dabei möchten wir keine Vorträge halten, sondern mit den Familien in eine Diskussion kommen.

Erstes Online-Treffen zum Thema Gewalt und Cybermobbing

Unser Einstieg zeigt, dass unser Vorhaben direkt an der Lebenswirklichkeit der Familien ansetzt! Es wurde rege diskutiert und eigene Fallbeispiele eingebracht. So intensiv, dass wir mit unserem geplanten Input gar nicht durchkamen.

Dafür steht nun schon der nächste Termin für unser Safer-Internet-Angebot: Am 2. März werden wir wieder ins Gespräch kommen. Das Thema dann:

Sexting und Cybergrooming

Wir werden mit den Eltern diskutieren was normal ist, wo es gefährlich wird und wie wir unsere Kinder schützen können.

Danke noch mal an die Teilnehmenden, die durch ihre Offenheit dazu beigetragen haben, dass es ein so lebendiges Seminar wurde. Ein schöner Einstieg in die Familienarbeit für unsere PraktikantInnen.

Neue Praktikantinnen bei der Paria Stiftung

Wer die Nachrichten verfolgt, der weiß, dass die Ausbildungssituation in Deutschland durch die Pandemie stark erschüttert ist – PraktikantInnen finden keine Unternehmen für ihre dringend benötigten Praxiserfahrungen.

StudentInnen und Menschen in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die ein längeres Praktikum benötigen, finden einfach keine geeigneten Einsatzorte. So können sie den dringenden Praktikumsnachweis nicht erbringen und hierdurch nicht zum Abschluss kommen. Es gibt weniger „neue“ Ausbildungsstellen als sonst.

Viele Unternehmen arbeiten gerade (fast) ausschließlich im Homeoffice. Das dient der Gesundheit der Bevölkerung und kommt dem Gemeinwohl zugute. Und es ist verständlich, dass in dieser ohnehin veränderten und oftmals herausfordernden Situation, es kaum vorstellbar scheint, nebenbei noch PraktikantInnen gut zu begleiten und mit praktischem Wissen zu versorgen.

Kulturelle Sensibilität für besseres Verständnis

Unsere pädagogische Leitung, Gaby Schauenburg, die nebenher als Dozentin für Kinder- und Jugendhilfe tätig ist, traf gleich auf vier angehende Sprach- und IntegrationsmittlerInnen, die voller Enthusiasmus  in den Startlöchern stehen und endlich auch durch praktisch handeln wollen, um die Welt kultursensibler zu gestalten und Sprach- und Kulturbarrieren abzubauen.

„Es hat mich genau eine unruhige Nacht gekostet“ berichtet Gaby Schauenburg, „bevor ich die Geschäftsleitung anrief und mitteilte, dass die Aufnahme aller vier PraktikantInnen ein echter Gewinn für die Paria Stiftung sein wird.

Nun sind sie da und zunächst damit beschäftigt, die Organisationsstruktur, Ziele und Inhalte der Paria Stiftung kennen zu lernen. Dabei stellen sie Fragen über Fragen. Das trägt dazu bei, unser Profil zu überprüfen und wo nötig zu schärfen. Und sie haben schon erste Ideen entwickelt, wie sich die Stiftung „kulturoffener“ präsentieren können.

Hier stellen wir schon einmal zwei unserer Praktikantinnen vor:

Latife Yilmaz (links bzw. oben) und Konul Hasanova.

Latife unterstützt uns mit türkischer und kurdischer Sprache, Konul mit Azerbaijanisch, Russisch und Türkisch. Wir freuen uns, dass ihr da seid!